Danny's Geschichte

Es war an einem Januartag im Jahre 1999, um genau zu sein, am 23. Januar. Ich war ein Hund in einem Tierheim in Eschwege. Meine Familie hatte sich getrennt, mich wollte keiner behalten. Nun sa� ich dort und war sehr traurig... habe kaum gefressen. Alle dort haben sich gro�e Sorgen um mich gemacht, extra f�r mich gekocht. Ich aber, hatte einfach keinen Hunger, war nur traurig. Doch an diesem besagten Tag kam SIE!

Sie war genauso traurig wie ich, hatte ihren kleinen Hund im November verloren nach zehn gemeinsamen Jahren. Nun war sie auf der Suche nach einem neuen Gef�hrten. Sie stand am Nachbarzwinger, wollte einfach nicht zu mir r�berschauen.

Da ergriff ich meine Chance, und bellte was das Zeug hielt. Dagmar, so ist ihr Name, kam dann zu meinem Zwinger. Sie sprach ganz leise mit mir, fragte mich wer ich denn sei. Ich bellte einfach weiter, irgendwie verstand sie mich (vielleicht kann sie die Hundesprache). An meinem Zwinger stand eine Kurzbeschreibung �ber mich, die hat sie sich durchgelesen. Dort stand allerdings auch, dass ich mich �berhaupt nicht mit R�den verstehe. M�sste ich aber, weil ihre Schwester n�mlich einen grossen Riesenschnauzer hat. Dagmar meinte, wir sollten erstmal ein bisschen spazieren gehen, haben wir dann auch getan. Danach hat Sie dann ganz spontan entschieden, ich sollte mit nach G�ttingen kommen. Ich war allein und traurig, sie war allein und traurig. Wir k�nnten auch zusammen traurig sein, dann w�ren wir wenigstens nicht mehr allein. So kam ich nach G�ttingen.

Gleich am ersten Tag d�rfte ich mit ein Restaurant, ihre Mutter hatte Geburtstag. Das war vielleicht ein Spass, denn als wir ankamen, bekamen alle grosse Augen. Sie wussten ja noch nichts von mir. Ich f�r meinen Teil, habe mich aber vorbildlich benommen und die ganze Zeit ruhig unter dem Tisch gelegen. Dagmar war ganz stolz auf mich. Das war unser erster gemeinsamer Tag.

Die folgenden Tage waren sehr anstrengend und aufregend f�r uns beide. Ich wurde erstmal allen Freunden und Bekannten vorgestellt. Nun so ist das nun mal in einer Partnerschaft, hat sie mir erkl�rt.

Ich wollte auch die ersten Tage bei ihr nicht richtig fressen, obwohl ich mich wohl gef�hlt habe. Dagmar hat dann immer mit mir an meinem Napf gesessen und mir gut zugeredet. Sie hat gesagt, dass ich unbedingt fressen muss, denn nochmal einen Freund in kurzer Zeit zu verlieren... das w�rde auch sie nicht �berstehen. Ich habe mir dann die gr��te M�he gegeben.

Als sie so bei mir am Napf sa�, hat sie mir viel von ihrem kleinen Butzi erz�hlt. Er mu� ein witziger kleiner Kerl gewesen sein. Sie erkl�rte mir auch, ich sei kein Butzi, aber ich bin auch ein supertoller Hund. Das freut einen nat�rlich. Eigentlich wollte sie ja keinen Hund mehr, aber wenn jemand zehn Jahre lang einen Begleiter auf Schritt und Tritt hatte, der kann nicht anders. Also, ich mu� schon sagen, mit Dagmar habe ich mich vom ersten Tag an prima verstanden. Wir mochten uns sofort.

Als sie am Montag dann wieder zur Arbeit mu�te, sollte ich mal beweisen, wie gut ich allein bleiben konnte. Nat�rlich konnte ich das, aber woher sollte sie das wissen? Sie hat dann eine Nachbarin, die Carmen, beauftragt mal nach mir zu sehen. Die allerdings habe ich erst gar nicht in die Wohnung gelassen.
Kann doch auf mich allein aufpassen!

Dagmar und Danny

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