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Tiere
helfen Menschen
Mir
selbst hat vor kurzem eine �ltere Frau folgendes erz�hlt: "Mein
Mann ging bis vor kurzem �berhaupt nicht mehr aus dem Haus, sa� nur
noch vor dem Fernseher und wollte nichts mehr unternehmen. In den Ferien
nahmen wir die neue H�ndin meiner Tochter in Pflege. Seitdem geht mein
Mann t�glich mit dem Hund spazieren, der jetzt immer bei uns ist, wenn
meine Tochter arbeitet."
Tiere helfen besonders alten Menschen, die alleine Leben, den Kontakt
zur Au�enwelt zu behalten. Nat�rlich wird hier der Hund am meisten
angesprochen, aber auch Katze, Wellensittich und Co. fordern von ihren
Besitzern k�rperliche Aktivit�t und geben ihm das Gef�hl gebraucht zu
werden. Auch in Altersheimen gibt es inzwischen immer �fter Tiere. Eine
der ersten Studien �ber Hunde in Altersheimen stammt von Sam und
Elisabeth Corson. Folgendes war ihr Ergebnis: "Was �rzten und
Pflegern des Heimes nicht gelungen war, schafften die Hunde. Sie
brachten Menschen zum Sprechen, die seit Jahren kein Wort mehr gesagt
hatten, sie entlockten Kranken ein L�cheln, die vorher keiner im Heim
je l�cheln sah."*) Auf die Frage, ob lieber ein Mensch oder ein
Hund zu Besuch kommen solle, sagte ein Patient: "Menschen kommen
und gehen." und entschied sich f�r den Hund.
*) Quelle: Greiffenhagen, Silvia: "Tiere als
Therapie", S.114, Droemer Knaur 1991
Tiere helfen Behinderten und Kranken
Der Einsatz von Tieren zur Heilung von psychosomatischen Krankheiten,
Herz-
Kreislauf-
Erkrankungen und Erkrankungen des Bewegungsapparates wird immer mehr
anerkannt. Pferde werden hierbei schon l�ngere Zeit eingesetzt. Der
Reiter mu� mit den Bewegungen des Pferdes mitgehen. Dadurch werden
Gleichgewichtssinn, das Reaktionsverm�gen sowie die Koordination
geschult oder auch wieder erlernt (beispielsweise nach Unf�llen).
Inzwischen werden aber auch immer mehr Heimtiere als
"Therapeuten" eingesetzt. Viel Bewegung an der frischen Luft
wird von Hundebesitzern gefordert. Somit sind diese meist
"wetterfest", Herz-
Kreislauf-
Erkrankungen treten seltener auf und die Bewegung beugt auch gegen �bergewicht
vor. Fische strahlen viel Ruhe aus, sie wirken gegen Unruhe und Stre�.
Das ist auch der Grund, wieso in immer mehr Warter�umen (vor allem
bei Zahn�rzten) Aquarien stehen. Alle Tiere geben dem Besitzer
einen Sinn im Leben. Deshalb geben sich erkrankte Tierbesitzer nicht so
leicht auf, die Tiere verhindern psychosomatische Erkrankungen (organische
Krankheiten, die durch psychische Vorg�nge verursacht oder beeinflu�t
werden) und k�nnen bereits erkrankte Menschen heilen. Eindeutig f�r
den Einsatz von Tieren als Therapeuten spricht, da� der
Medikamentenverbrauch von Tierhaltern um fast 30% unter dem
Normalverbrauch liegt. Eine besondere Stellung nimmt der Hund auch als
Begleiter von Behinderten ein. Als Unterst�tzung im Alltag von Menschen
mit Handicaps (Rollstuhlfahrer, Blinde und Taube) hat er sich
inzwischen einen festen Platz geschaffen. Schon die Welpen werden nach
einem Test (gepr�ft wird der Mut, die Anpassungs- und Lernf�higkeit
und die Bereitwilligkeit zur Unterordnung) auf ihr folgendes Leben
als Begleit- oder Servicehund vorbereitet. Normalerweise sind die Hunde
mit Begeisterung bei der Arbeit, sie sind meist die wichtigsten Helfer
und Freunde der Besitzer. Tiere als Therapeuten werden inzwischen auch
immer mehr von der �ffentlichkeit anerkannt. Allerdings sollte dabei
nicht nur an den Menschen gedacht werden, sondern auch die Interessen
der Tiere m�ssen verfolgt werden. Denn nur dann zeigt sich, was f�r
ein gutes Team Menschen und Tiere abgeben k�nnen.
Sabine
Gehrsitz
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"Ganze
Weltalter voll Liebe werden notwendig sein,
um den Tieren ihre Dienste und Verdienste an uns zu
vergelten."
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| Christian
Morgenstern |
�2001
Heimtiere-Online.de
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