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Ranz
und Kastration bei Frettchen
Frettchen sind nur zu einer bestimmten
Jahreszeit paarungsbereit. Dies ist die Zeit, in der die �berlebenschancen am h�chsten sind.
Ab Anfang M�rz bis Oktober ist es meist warm genug und die Tiere finden gen�gend Futter.
Genau wie z.B. beim Roborowski-Zwerghamster, der auch als Heimtier kaum im Winter Nachwuchs
bekommt, ist dieser Zyklus wohl abh�ngig von der Tagesl�nge. W�hrend es im Winter l�nger
dunkel ist, werden die Tage im Fr�hling immer l�nger.
Sobald in dieser Zeit ein bestimmtes Hormon weitergegeben wird, wird das Frettchen "ranzig".
Bei F�hen (weibliche Frettchen) schwillt daraufhin die Vulva an, das Heranreifen der
Eizellen in den Eierst�cken wird veranla�t. Die Vulva (Scheide) sondert zudem vermehrt
Schleim ab, weshalb oft auch das Fell rund um die Vulva feucht ist. Bei den R�den
(m�nnliche Frettchen) schwellen zu beginn der Paarungszeit die Hoden deutlich an.
R�den markieren zu dieser Zeit deutlich mehr, aber auch Weibchen riechen intensiver.
W�hrend sich das Verhalten der Weibchen w�hrend der Ranzzeit nicht stark �ndert
(evtl. etwas hektischer), ist das M�nnchen stets sehr unruhig und auf der Suche
nach einer Partnerin.
Mit den eigenen Tieren zu z�chten, sollte man sich gut �berlegen. Der Boom mit
Frettchen hat inzwischen wieder etwas nachgelassen und es ist nicht
unbedingt leicht, seine Jungtiere in gute H�nde zu vermitteln.
Sollte es sicher sein, da� mit der F�he nicht gez�chtet wird, wird oft eine vorsorgliche Kastration
empfohlen. Denn weibliche Frettchen neigen oft zu einer sogenannten Dauerranz.
Normalerweise sollte die Schwellung der Vulva in Intervallen immer wieder zur�ckgehen.
Bei manchen Tieren ist dies jedoch nicht der Fall, durch einen erh�hten �strogenspiegel
w�hrend der Ranz kann das Knochenmark zerst�rt werden, die Organe werden angegriffen und
im schlimmsten Fall kann die Dauerranz zum Tod f�hren.
Bei der Kastration der F�he, die ca. ab dem Alter von zehn Monaten durchgef�hrt werden kann,
werden die Eierst�cke entfernt. Inzwischen wird auch empfohlen, ebenfalls die Geb�rmutter
zu entfernen, damit es nicht zu weiteren Komplikationen kommt. Dieser Eingriff sollte von einem
Kleintiererfahrenen Tierarzt vorgenommen werden.
Aber auch bei R�den sollte man sich �berlegen, ob man sie nicht lieber kastrieren sollte.
Frettchen sollten niemals einzeln gehalten werden und unkastrierte M�nnchen bel�stigen in der
Ranzzeit oft die anderen Tiere. Ein weiterer Vorteil der Kastration liegt darin, da� seltener
markiert wird. Neben der Kastration besteht zwar auch die M�glichkeit, die Ranz durch
Medikamente zu unterdr�cken, davon m�chten wir jedoch abraten.
Die Medikamente k�nnen zu Allergien und belasten den K�rper der F�hen.
Frisch kastrierte Frettchen sollten von den Artgenossen vorerst getrennt und m�glichst
daran gehindert werden, zu klettern und zudem mu� darauf geachtet werden, da� sich die Wunde
nicht durch Schmutz entz�nden kann. Am besten legt man den K�fig zuerst mit K�chenrollenpapier
oder frischen Handt�chern aus. Sollte sich die Narbe dennoch entz�nden, ist sofort der
Tierarzt aufzusuchen!
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