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Das Frettchen
Sie sehen einfach goldig aus - die gro�en, fragenden �uglein, weiches Fell und
ein spitzb�bisches Gesichtchen. Immer neugierig und frech. Das
Frettchen heute ist dennoch ein recht unbekanntes Heimtier.
Fr�her war dieses Mitglied der Familie der Marderarten jedoch eher
bekannt. Denn als Jagdhelfer war es schon immer recht beliebt und auch
noch heute wird mit ihm das sogenannte "Frettieren" (die
Jagd mit dem Frettchen auf Kaninchen) betrieben.
Es gibt viele verschiedene Farbschl�ge: Iltis (Dunkles braun-
schwarzes Deckhaar, helle Unterwolle, Gesichtsmaske - siehe Bild links),
Albino (wei�es Tier mit roten Augen), Siam (helle Unterwolle,
Deckhaar zimtfarbig, Gesichtsmaske), u.a.Die Haltung
Als Heimtier stellt das Frettchen besondere Anspr�che. Dies beginnt
schon mit dem Alter, das Frettchen erreichen k�nnen, denn mit 8-10 Jahren
liegt seine Lebenserwartung deutlich �ber der eines Goldhamsters oder
einer Ratte. Dazu kommt evtl. das Problem der t�glichen Besch�ftigungszeit.
Denn Frettchen brauchen viel Zuwendung vom Pfleger oder sie sollten am
besten gleich zu zweit gehalten werden. Aber auch bei letzterem brauchen
die Tiere viel Auslauf, was nat�rlich von der K�figgr��e abh�ngig
ist. Noch gibt es im Fachhandel nur selten Frettchenk�fige und meist
sind sie viel zu klein. Den "richtigen" Frettchenk�fig kann
man hier schwer beschreiben. Es gibt Halter, bei denen die Tiere in der
ganzen Wohnung toben d�rfen. Dies mag ihnen zwar genug Auslauf bieten,
dennoch hat diese Form der Haltung auch einige Nachteile. Denn Frettchen
sind sehr neugierig und r�umen gerne so manches B�cherregal um. Au�erdem
neigen sie dazu, ihr Futter in verschiedene Ecken zu tragen. Was dies
bedeuten kann, wird deutlich, wenn man ihren Speiseplan kennt. Ansonsten
bleibt die M�glichkeit einer Voliere oder eines ger�umigen K�figs im
Zimmer oder im Garten.
Der K�fig
In jeden K�fig geh�rt eine Schlafkiste, die mit Stroh oder Baumwollt�chern
ausgelegt sein sollte. Au�erdem werden ein oder mehrere Tonschalen f�r
das Futter gebraucht, sowie eine Nippeltr�nke f�r das frische Wasser.
Ganz wichtig ist auch die Katzentoilette. Denn Frettchen sind sehr
saubere Tiere und nehmen diese (gef�llt mit Katzenstreu) meist
sehr gerne und schnell an.
Die Nahrung
Frettchen sind Raubtiere und so ist auch ihr Speiseplan etwas besonderes.
Frettchenfutter gibt es bereits fertig im Handel. Auch das angebotene
Katzenfutter - egal ob Dosenkost oder Trockenfutter - stellt f�r das
Frettchen eine weitgehend artgerechte Ern�hrung dar. Frettchen sind
also �berwiegend Fleischfresser, was bedeutet, da� ihr t�gliches
Futter etwa zu 80% aus Fleisch und zu 20% aus pflanzlicher Kost bestehen
sollte. Wichtig ist es, bei Fertigfutter auf die Inhaltsangaben zu
achten, da Frettchen einen hohen Protein- und Fettanteil ben�tigen. (siehe
auch: "Die
richtige Frettchenern�hrung")
Abschlie�end stellt sich noch die Frage nach M�nnlein (= R�de)
oder Weiblein (= F�he). Weibliche Tiere sind kleiner und
zierlicher. R�den sollten m�glichst kastriert werden, da sie sonst zu
einer h�heren Geruchsbel�stigung beitragen. Eine Kastration ist auch
bei F�hen zu empfehlen, da sie oft zur Dauerranz neigen. R�den und F�hen
werden gleicherma�en zahm. Werden zwei Frettchen gehalten, so vertr�gt
sich ein P�rchen am besten, manchmal auch zwei F�hen.
Sabine Gehrsitz
�2001 Heimtiere-Online.de
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