Welche Impfungen f�r das Frettchen?

"Vorbeugen ist der beste Schutz" - und das stimmt auch in diesem Fall. Geimpft werden neben Hund und Katze auch z.B. Kaninchen (auf einigen Ausstellungen ist der Impfschein f�r Kaninchen �brigens inzwischen Pflicht!) Ein weiteres Tier, dem man durch Impfungen viel ersparen kann, ist das Frettchen.
Die wichtigsten Impfungen bei Frettchen sind die gegen Tollwut, Leptospirose, Staupe sowie Parvovirose. Auch eine Impfung gegen Hepatitis (Leberentz�ndung) gibt es, doch soweit bekannt ist, k�nnen Frettchen nicht an Hepatitis erkranken.
Tollwut und deren Auswirkungen sind den meisten bekannt. Sie ist eine t�dlich verlaufende Viruskrankheit, die meldepflichtig und auch auf den Menschen �bertragbar ist (auf den Menschen �bertragbare Krankheiten werden Zoonosen genannt). Durch eine Hautverletzung bzw. durch den Speichel infizierter Tiere wird sie meist durch einen Bi� �bertragen. An Tollwut erkrankte Tiere sind meist stark erregt und bissig, sp�ter kommt es auch zu L�hmungen und Kr�mpfen. Jedes Frettchen, das auch Auslauf im Freien genie�en darf, sollte unbedingt geimpft sein!
Sehr ansteckend ist Staupe, eine fieberhafte Virusinfektion. Auch diese kann f�r das Frettchen sehr schnell t�dlich enden. Ein erkranktes Tier schl�ft viel, ist meist apathisch, verweigert h�ufig sein Futter und hat Fieber. Au�erdem bilden sich Krusten und Schuppen am K�rper. Gegen Staupe sollten auch Frettchen geimpft werden, die im Haus leben. Der Impfstoff der Staupeimpfung ist ein Kombiimpfstoff � deshalb wird gleichzeitig auch gegen Hepatitis geimpft. Wobei Frettchen, wie gesagt, daran wohl nicht erkranken k�nnen.
Leptospirose ist ebenfalls eine meldepflichtige Zoonose. Von Ratten, M�usen und Hunden wird der Krankheitserreger durch den Urin ausgeschieden und kann lange Zeit in feuchter Umgebung (Wiesen etc.) �berleben. Auch hier ist dringend einer vorbeugenden Impfung zuzuraten. Fieber, Appetitlosigkeit, Durst und Apathie sind die Krankheitszeichen.
Die Parvovirose bef�llt besonders Jungtiere h�ufiger. Erkrankte Tiere sind meist appetitlos und haben d�nnbreiigen Kot. Der Erreger ist extrem �berlebensf�hig � er kann leicht durch den Menschen (Schuhe, Kleidung) in die Wohnung getragen werden. Deshalb ist auch f�r ein im Haus lebendes Frettchen die Impfung anzuraten � wobei Frettchen gl�cklicherweise nicht sehr anf�llig f�r die Krankheit sind. Da Frettchen sich meist mit dem Erreger infizieren, der auch Katzen bef�llt (Hunde k�nnen ebenfalls befallen werden), ist zu empfehlen, den Impfstoff f�r Katzen zu verwenden.
Ganz wichtig ist die Wiederholung der Erstimpfung und sp�ter die j�hrliche Auffrischung. Nat�rlich sind stets Tiere, die auch nach drau�en kommen und evtl. Kontakt zu anderen Tieren haben, eher gef�hrdet, an einer der genannten Krankheiten zu erkranken.
Im �brigen nennt man solche Impfungen "aktive Immunisierung". Das hei�t, dem gesunden Tier werden abgeschw�chte oder abget�tete Erreger gespritzt, damit der K�rper dazu angeregt wird, eigene Antik�rper zu bilden.

Sabine Gehrsitz

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