Reisebericht Thailand

Dieser Reisebericht ist nichts f�r Lesemuffel ;-). Nach Urlauben in Italien, der T�rkei und �gypten stand 2003 mein erster richtig gro�er Urlaub vor der T�re - und bisher auch mein tollster Urlaub. Daher habe ich hier einige Eindr�cke gesammelt und niedergeschrieben.

Es war der 22.04.2003, an dem uns der Schwager meines Freundes zum Flughafen brachte. Um 21:40 ging es mit Thai Airways ab nach Bangkok. Mir graute es ein wenig, da der Flug etwas �ber 10 Stunden dauern sollte und ich bisher ja noch nie so ewig geflogen war. Aber nach dem Abendessen konnte ich gl�cklicherweise schlafen und wurde erst 2 � Stunden vor Ankunft wieder richtig wach. So einen Nachtflug kann ich nur jedem empfehlen!

Alleine der Flughafen von Bangkok ist irre � riesig und wir trauten unseren Augen kaum, als wir zwischen dem Rollfeld einen Golfplatz entdeckten!!! Es war etwa 12:40 Ortszeit (5 Stunden Zeitverschiebung nach vorne um diese Jahreszeit) und der Himmel dort war sehr grau und es wirkte richtig k�hl. Im Finger war uns aber schnell klar, dass es alles andere als das ist - die Luft erschlug uns auf dem kurzen St�ck aus dem Flieger. Gl�cklicherweise war der riesige Flughafen doch einigerma�en �bersichtlich und so fanden wir schnell das Band, um lange auf unser Gep�ck zu warten�

Im Flieger hatten wir von unserem �Sitznachbarn� den Tipp bekommen, eines der Taxis �ber den Flughafen zu bezahlen. Das stellte sich im Nachhinein als zu teuer heraus, war aber gar nicht schlecht, um einen ersten Eindruck zu gewinnen. Bei den Taxis, die direkt vom Flughafen aus gezahlt werden, ist auch der so genannte �Tollway� dabei. Diesen nutzen viele Thail�nder nicht, da er f�r diese Strecke 70 Baht kostet (46 Baht waren derzeit etwa 1 Euro) � er bringt einen daher relativ schnell �ber den anderen Strecken in die Stadt.

Bangkok

Der Verkehr in Bangkok ist irre � Linksverkehr, viele Taxis, dazwischen viele (f�r uns irgendwie erstaunlich) Autos wie Audi, Ford, BMW, Toyota & Co, Roller und Motorr�der mit oft 2-3 Personen drauf (wir haben sp�ter auch mal eines mit vier gesehen!), das alles dann auf teilweise 4-6 Spuren in eine Richtung! Und dann gibt es noch die so genannten Tuk-Tuks, zu denen ich aber sp�ter noch mal komme. Entsprechend ist auch die Luft in der Stadt � wir hatten kaum sch�nen blauen Himmel, da der Smog einfach zu heftig ist. Kein Mensch w�rde mich in dieser Stadt dazu bringen, Auto zu fahren � denn irgendwie scheint es dort kaum Regeln zu geben.

Von unserem recht zentral gelegenen Hotel (Tai Pan, war nicht berauschend aber ok) konnten wir mit der �BTS� (Bangkok Transport System � Skytrain mit bisher 3 Linien �ber die Stadt) ein St�ck bis zum MBK (ein riesiges Einkaufszentrum, ich glaub�, die Station hie� Siam) fahren und von dort aus weiter, sonst w�re man zu viel mit den Taxis im Stau gestanden.


In Bangkok hatten wir uns eine Menge vorgenommen, leider aber dann manches aufgrund der Hitze einfach nicht geschafft. Unsere erste Station war dabei der Wat Phra Keo und Grand Palace. Ein riesiges Gel�nde, auf dem die Besucher nur mit langer Hose oder Rock, geschlossenen Schuhen und bedeckten Schultern hinein d�rfen (bei allen anderen Tempeln � Wats � waren sie lange nicht so streng) und auf dem Tempelanlagen und eben der Grand Palace (k�niglicher Palast, Regierungsgeb�ude) stehen. Allgemein ist es dort sehr touristisch, alle anderen Anlagen die wir uns in Bangkok und Chiang Mai ansahen, waren gl�cklicherweise nicht ann�hernd so �berf�llt. Aber die Geb�ude etc. sind einfach faszinierend, wenn auch irgendwie teilweise ein wenig "kitschig" ;-).

Immer wieder fanden wir dort kleine Wasserbecken mit Seerosen oder anderen Wasserpflanzen � und so gut �berall leben auch Fische mit im Wasser (Guppys, Platys & Co haben wir st�ndig entdeckt!).

Als wir letzteres auch in jedem kleinen Becken in der Stadt entdeckten, wurde uns klar, dass dies wohl auch dazu beitr�gt, dass es in Bangkok kaum M�cken gibt.

Die n�chste Anlaufstelle f�r uns war der Wat Poh, auf dessen Gel�nde im Wat Phra Chetup ein riesiger, recht bekannter Buddha liegt � 45 Meter lang, 15 Meter hoch und mit Goldpl�ttchen verziert. Gigantisch, wenn man daneben steht. Dieser Buddha zeigt den Moment, in dem er ins Nirvana �bergeht.

Letzter Tempel war �Wat Saket� (Golden Mount), von dem aus man eine tolle �bersicht �ber die Stadt hat, da er auf einem aufgesch�tteten H�gel errichtet ist. Allerdings lohnt sich die Anstrengung ansonsten nicht unbedingt, da von dem Wat selbst nicht viel zu sehen ist.

In Bangkok zog es uns sonst eigentlich auch viel neugierig durch die Strassen, auf denen �berall gehandelt wird und �berall gibt es diese kleinen fahrbaren Gark�chen, wobei wir uns nicht trauten von dort etwas zu essen. Allgemein war man aber immer froh, wenn man einen klimatisierten Bereich fand, denn es hatte immer so um die 38 �C.

Zusammengefasst kann man sagen, dass wir Bangkok faszinierend und spannend fanden, die Luft einen aber fast umbringt, es auf den Strassen chaotisch zu geht und sie die Touristen teilweise sogar unversch�mt bel�gen. Immer wieder wurde behauptet, irgendwas h�tte geschlossen (�Big Buddha Day�, jaja). Gl�cklicherweise wussten wir �ber das �Thailand Handbuch�, dass so manches nicht der Wahrheit entsprach und man uns nur irgendwo anders hinlocken wollte, damit wir dort Geld ausgeben sollten� Auch die Tuk-Tuk-Fahrer (Tuk-Tuks sind �Dreir�der�, in denen man hinten offen sitzen kann � recht g�nstig, wir trauten uns im Bangkoker Verkehr aber nicht damit zu fahren) k�nnen recht nervig sein, da sie Touristen st�ndig hineinziehen wollen. Und bei den Taxifahrern mu� man sehr aufpassen und direkt am Beginn der Fahrt abkl�ren, dass sie mit dem Taxi-Meter (steht bei allen gro� auf dem Dach, hei�t aber nichts) fahren und keinen Pauschalpreis wollen.


Chiang Mai

Am 26.04. ging es dann weiter nach Chiang Mai (weiter im Norden Thailands). Die Inlandsfl�ge sind bezahlbar, gerade dann, wenn man schon mit Thai Airways nach Thailand flog. Nach etwas mehr als einer Stunde Flugzeit waren wir da. Mensch war das entspannend dort! Zwar ist die Stadt nicht unbedingt sch�n, hat aber einen gewissen Charme. Manchmal erinnerte es ein wenig an eine s�ditalienische Stadt. Die Luft ist um einiges besser und alles nicht ganz so pulsierend.

Das Hotel war total putzig � Tamarind Village. Ich glaube, das hatte etwa 22 Zimmer, einen kleinen dunkelblauen Pool (mit Wasserl�ufern drauf) und war richtig sch�n angelegt, das Zimmer zwar klein aber einfach sch�n.

F�r den ersten Tag hatten wir uns eigentlich nur den Night Bazar vorgenommen. Diesmal waren wir so mutig und nahmen ein Tuk-Tuk (von unserem Hotel aus kostete die Fahrt damit dann 50 Baht). Der Fahrer hatte ein unheimliches Tempo drauf, rasante Spurwechsel & Co und als wir dann lachend und klammernd hinten sa�en und ihn aufkl�rten, dass dies unsere erste Fahrt in einem Tuk-Tuk w�re, entschuldigte er sich gleich vielmals und fuhr ganz brav ;-). Wenn man sich in Chiang Mai mehr ansehen m�chte, ist es gar nicht so schlecht, sich einen netten Fahrer auszusuchen und nur mit ihm zu fahren � denn manche sind nicht gerade sympathisch.

Am Night Bazar kann man �berall etwas essen, zig kleine St�nde bieten ihre Sachen zum Verkauf an. Vorne ist es besonders touristisch, weiter hinten in den �Hallen� findet man aber teilweise recht sch�ne St�nde wenn man ein wenig einkaufen m�chte oder einfach nur st�bern. Wir waren von allem so fasziniert, dass wir dann jeden Abend dort verbrachten � man darf sich nur nicht von manchen St�nden mit Kitsch oder nachgemachten Sachen abschrecken lassen!

Am ersten ganzen Tag in Chiang Mai hatten wir uns die �Schirmstadt� vorgenommen, die in unserem Buch angepriesen wurde. Naja, wir hatten uns danach geschworen, diesen Tuk-Tuk-Fahrer nicht mehr zu nehmen � nach und nach fanden wir dann heraus, dass sie in der Gegend, in die er uns brachte, Provision bekommt, wenn wir dort etwas kaufen. Er war dann immer grummeliger, als wir es ablehnten, noch weitere Sachen anzuschauen, nach dem wir schon 2 �Fabriken� gesehen hatten � war zwar interessant, darauf kann man aber echt verzichten. Also am fr�hen Nachmittag zur�ck ins Hotel und einfach mal faul an den Pool.

Der zweite Tag war dagegen echt toll. Wir hatten einen total netten Fahrer namens �Uthai�, der uns zu unseren Wunsch-Wats brachte und sie teilweise sogar mit uns ansah und so gut Englisch sprach, dass er sich sogar als toller und vor allem unaufdringlicher Fremdenf�hrer bew�hrte. Besonders hatte uns �Wat Umong� begeistert, der mitten im Gr�nen liegt und teilweise nur noch Bruchst�cke dort sind.

F�r den n�chsten Tag waren wir wieder mit Uthai verabredet, leider war aber sein Tuk-Tuk kaputt und so schickte er uns einen anderen Fahrer � ausgerechnet den, den wir am ersten Tag hatten. Auf dem Programm stand diesmal eine Orchideenfarm/Schmetterlingsfarm und ein Nationalpark. Die Orchideen waren echt toll, der Besuch ist f�r einen Fan dieser Pflanzen schon zu empfehlen (da erblasse ich, wenn ich meine drei an der Fensterbank sehe � obwohl die schon seit zwei Jahren wundersch�n bl�hen!).

Die Schmetterlingsfarm h�ngt direkt dran, allerdings waren dort weniger Schmetterlinge unterwegs als am Wat Umong. Als n�chsten sahen wir eine Snake-Farm. Die Schlangen hatten es dort teilweise recht gut, was wir nicht wussten war, dass da noch zig andere Tiere gehalten wurden und uns echt Leid taten. Sowas w�rden wir auch nie wieder besuchen.

Der Doi Suthep Pui (National Park) war echt sch�n. Wir waren dort ziemlich lang unterwegs, da wir alles auf der einen Seite der Wasserf�lle abwanderten (irgendwann begegneten wir dort nichtmal mehr jemand anderes, war richtige Wildnis dort).

Aus Chiang Mai tat es uns richtig leid, dann am 30.04. abreisen zu m�ssen, denn dort h�tte man noch viel angucken k�nnen. Deshalb steht schon fast fest, dass wir irgendwann noch mal hin m�chten!

Railay Beach

Von Chiang Mai ging es dann nach Bangkok und nach kurzem Aufenthalt am Flughafen direkt weiter in den S�den nach Krabi. Am Flughafen wurden wir abgeholt und weiter an den Ao Nang-Strand gebracht. Dort wartete die n�chste �berraschung auf uns. Von einem Boot-Transfer hatten wir ja gewusst (anders kommt man zum Railay-Beach nicht, da er von Felsen umgeben ist). Aber was war das? Kein Steg o.�.??? Naja, also Augen zu und durch: Schuhe aus, Hosen hochgekrempelt und Koffer m�glichst weit hoch gehalten. Mitten durchs Wasser bis auf ein wackeliges Holzboot!!! Dieses brachte uns dann gut zu unserem Traumstand, das war f�r uns beide bisher die abenteuerlichste Anreise irgendwo hin!
Wir waren an diesem Strand im �Sand Sea Resort� untergebracht und hatten einen kleinen Bungalow. �berall Pflanzen, Palmen und Bl�ten drum herum. Die Zimmer waren einfach � aber was braucht man schon an so einem Ort?

Das Wasser hatte bestimmt 28 �C, der Sand war weich und wei�. Keine Liegestuhlreihen, keine Sonnenschirme. Wirklich traumhaft. Das Wetter war zwar manchmal nicht so gut, �ber die Wolken hat man sich aber gefreut und bis auf einen Sp�tnachmittag hatten wir nur nachts kurze Regenschauer. Ist ja gerade kurz vor der Regenzeit. War die Sonne da, hat man sich m�glichst unter einen der Schattenspendenden B�ume gefl�chtet.

Nat�rlich erkundeten wir die Gegend auch neugierig. Bei Ebbe konnte man zu Fu� um die Felsen herum zum Nebenstrand kommen, au�erdem war es bis zur anderen Seite der� wie soll man es beschreiben� Landzunge kommen. Der Strand dort war ziemlich h�sslich, es gab aber einen ganz kleinen abenteuerlichen Weg zu wieder einer anderen Bucht. Und diese war noch ein wenig umwerfender als unsere eigene. Was aber das tollste an dieser Entdeckungstour war, waren die wildlebenden Affen, die pl�tzlich �ber uns in einem Baum waren! Ich habe leider keine Ahnung welche Art und auf den Fotos erkennt man es kaum, da es da zu dunkel war.

Apropos Tiere � die habe ich bis eben extra ein wenig au�en vor gelassen. Aber wer all meine Urlaubsfotos durchguckt w�rde sieht, dass es davon nicht zu wenig gab. Mein absoluter Liebling war Coco, eine kleine Mischlingsh�ndin die scheinbar der einzige Hund am ganzen Strand war. Ich hatte mich total in sie verliebt, schlie�lich verbrachte sie auch viel Zeit mit uns. Am Fr�hst�ck sa� sie neben mir, am Strand meist bei uns im Schatten (manchmal sogar frech halb auf meiner Matte). Wobei man sagen mu�, dass es ihr dort am Strand echt gut ging. Irgendwer hatte ihr ein Halsband mit dem Namen herumgemacht, sonst h�tte sie wohl weniger �berlebenschancen. So waren aber die einzigsten Feinde die Kellner, die sie ab und zu verscheuchten. Neben Coco gab es aber beim Essen auch noch andere G�ste � Katzen. Es waren etwa 4 M�dels (3 davon sahen fast gleich aus) und einmal hatten wir auch etwas weiter hinten auf der Insel einen Kater entdeckt. Mein Freund grinste immer nur breit, wenn sich mal wieder alles an meinem Fr�hst�cksplatz sammelte � links von mir Coco, rechts davon mindestens eine Katze.

Der Abschied vom Railay-Beach fiel also nicht nur wegen dem traumhaften Strand, sondern besonders von Coco schwer. Am 08.05. ging es von Krabi aus wieder nach Bangkok. Dort verbrachten wir dann noch eine Nacht in einem wirklich traumhaften Hotel und starteten dann um 12:40 wieder nach M�nchen. Nach fast 11 Stunden Flug, die mir diesmal unheimlich lang vorkamen, landeten wir dann um kurz nach 19 Uhr wieder in M�nchen. Von dort aus wurden wir direkt von der Schwester meines Freundes zum Italiener entf�hrt � sie war unheimlich neugierig und quetschte uns als Asien-Fan nat�rlich gleich total aus. Irgendwie bin ich froh, wieder hier zu sein � andererseits ist es schade, dass die Zeit dort so schnell verging. Es war echt ein toller Urlaub!!!