Aller Anfang ist schwer

Es ist ein langer Weg, bis sich muntere Fische im gut bepflanzten Aquarium tummeln. Das beginnt schon bei der Auswahl des Beckens. Generell wird empfohlen, mit einem nicht zu kleinen Becken zu beginnen. Denn Becken mit einem Fassungsvolumen unter 54 Liter (60x30x30cm) bedeuten einen gr��eren Pflegeaufwand (denn ein gr��eres Wasservolumen reagiert weniger auf eventuelle Pflegefehler). Hat man die gew�nschte Beckengr��e und Form gefunden, achtet man weiter auf das Zubeh�r.

 



Filter, Heizung und Beleuchtung

Denn Filter, Beleuchtung und Heizung m�ssen genau auf das Becken abgestimmt sein. Bei der Heizung kann man aus den bekannteren Stabheizern oder auch Thermofiltern und Kabelheizern (letztere werden im Bodengrund des Aquariums verlegt). Wieviel die Heizung leisten mu�, h�ngt von den Temperaturschwankungen in dem Raum ab, in dem das Becken aufgestellt ist. Allgemein hei�t es: pro Liter Wasser 0,5 Watt. Auch beim Filter gibt es verschiedene Arten. Je nach Beckengr��e sind Innen- oder Au�enfilter, die es jeweils mit verschiedenen Leistungen gibt. Hier mu� auf die Literleistung in der Stunde geachtet werden - meist ist auch angegeben, f�r welche Aquariengr��e der Filter geeignet ist.

Die am meisten verwendete Beleuchtung ist die Leuchtstoffr�hre, eingebaut in einer Aquarien-Abdeckung. Es gibt hier von mehreren Firmen verschiedene R�hren, immer geeignet ist die, die dem Sonnenspektrum am n�chsten kommt. Sehr beliebt sind auch die speziellen R�hren, die die Farben der Fische und das Pflanzenwachstum durch ultraviolettes Licht unterst�tzt bzw. hervorheben. Achtung: Letztere eignet sich kaum als alleinige Lampe - das Becken wirkt sonst sehr kalt. Also wenn, dann zusammen mit einer normalen R�hre, die dem Sonnenlicht nahe kommt. Hier gilt die Faustregel: 1 Watt pro 2 Liter Wasser.

 



Das Becken

Beim Becken selbst sollte unbedingt noch darauf geachtet werden, da� die Silikonverklebung (entf�llt nat�rlich, wenn man sich ein Vollglasaquarium ausgesucht haben sollte) ohne sichtbare Besch�digungen ist.

Gut zuhause angekommen wird das Aquarium auf eine Unterlage (Styropor oder spezielle Unterlagen f�r Aquarien) gestellt. Wenn die M�glichkeit besteht, sollte das Becken als erstes im Badezimmer oder Keller (zur Sicherheit) 1/2 mit Wasser aufgef�llt werden. So bemerkt man meist recht fr�h, wenn es tats�chlich eine undichte Stelle haben sollte. Nachdem man etwas abgewartet hat, wird empfohlen, es ganz aufzuf�llen. So sollte es ca. 2 Tage stehen. Denn in dieser Zeit k�nnen sich eventuelle Giftstoffe des Klebers l�sen, weshalb danach das Wasser weggesch�ttet werden mu�.

 



Die Einrichtung

Nun geht es an die Einrichtung. Dies ist der Teil, bei dem man die Kosten leicht untersch�tzt. Mit dem Kies beginnt es noch harmlos. F�r welche Gr��e der Steinchen man sich entscheidet, kommt auf den eigenen Geschmack, jedoch auch auf die Fische an. In keinem Fall d�rfen Kies und auch andere Einrichtungsgegenst�nde scharfkantig sein. Wichtig ist es, den Kies oder Sand (ebenso besonders Wurzeln) gr�ndlich ab- bzw. durchzuwaschen. Dies ist so lang n�tig, bis das "Abwasser" klar ist. Wurzeln f�rben oft noch einige Wochen weiter das Wasser dunkler, was jedoch nicht weiter schlimm ist.

Im Handel erh�ltliche Wurzeln sehen meist wundersch�n im Aquarium aus. Doch bei den Preisen h�lt man z.T. die Luft an. Aber eine wirklich sch�n bepflanzte Wurzel kann - meiner Meinung nach - kaum etwas ersetzen. Billiger dagegen sind zum Beispiel Lavasteine und andere Steine (sogar Halbedelsteine werden angeboten). Bei selbst gesammelten Steinen sollte man wissen, da� kalkhaltiges Gestein die Wasserqualit�t evtl. mit der Zeit negativ beeinflu�t.

 



Wasserpflanzen

Ohne Pflanzen geht es nicht. Sie machen das Aquarium optisch attraktiver und sind als Sauerstoffproduzenten auch f�r die Bewohner des Beckens sehr wichtig. Im Handel sollte man sich erkundigen, welche Pflanzen f�r die Fische, die man halten m�chte (ebenso f�r die Beckengr��e) am geeignetsten sind. Denn so mancher Wels findet wahren Geschmack an dem frischen Gr�n. Zu den Bewohnern und den Pflanzen gibt es auch auf unseren Seiten noch mehr Informationen. Achtung: Im Pflanzenbecken der Tierhandlung darauf achten, da� m�glichst keine Schnecken darin sind. Ansonsten vermehren sich diese dann im sch�nen neuen Becken wunderbar.

 



Einrichten des Aquariums

Den gewaschenen Kies gibt man als erstes in das Becken. Damit die Pflanzen gut anwachsen k�nnen, mu� die Schicht mindestens 5cm hoch sein. L��t man den Kies nach hinten hin etwas ansteigen, wirkt das Becken gr��er.

Nach dem Bodengrund kann man sich �berlegen, wo welcher gr��ere Stein oder welche Wurzel am besten zur Geltung kommt. Auch mu� man sich nun �berlegen, wo die Pumpe oder auch die Heizung plaziert werden soll.

Meiner Erfahrung nach f�llt man nun das Becken ca. bis zur H�lfte mit lauwarmem Wasser auf. Dabei wird das Wasser am besten auf Wurzeln oder Steine gesch�ttet, um den Bodengrund nicht erneut aufzuwirbeln. Dann kann man beginnen, die Pflanzen an ihren Platz zu setzen. Gr��ere Pflanzen machen sich im Hintergrund besser. Auch sollte auf die Lichtanspr�che geachtet werden (meist sind kleine Schildchen dabei, auf denen diese angegeben werden). Wenn die Pflanzen "eingepackt" sein sollten, mu� man sie unbedingt von K�rbchen, Draht o.�. befreien.

Nun kann das Becken vollkommen mit Wasser aufgef�llt und die Ger�te k�nnen in Betrieb genommen werden.

 



Etwas Pause...

Ab jetzt hei�t es Geduld haben. Denn bis sich das Gleichgewicht im Becken aufgebaut hat und die Pflanzen angewachsen sind, dauert es seine Zeit. Erst nach ca. 2-4 Wochen wird empfohlen, die Fische einzusetzen. In dieser Zeit sollten jeden Tag Wassertemperatur und die Funktion der Ger�te kontrolliert werden. Au�erdem sollte man den Nitrit-Wert im Auge behalten! Dieser ist es n�mlich, der den Fischen anfangs sehr schaden w�rde. Im Handel gibt es dazu Tropfentests, bei den St�bchen ist das Ergebnis dagegen relativ ungenau. Wenn man diese Geduld aufbringt, f�hlen sich die Fische um einiges wohler!

Das erste Einrichten eines Aquariums ist viel Arbeit. Sp�ter stehen dann regelm��ige Wartungsarbeiten an. Wer dies auf sich nehmen m�chte, wird durch die unheimlich beruhigende Wirkung eines Aquariums belohnt und durch die "andere Welt" verzaubert.

Sabine Gehrsitz

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