Erste Hilfe f�r den Vogel

V�gel sind bei falscher Pflege - hierzu geh�rt falscher Standort des K�figs (Zugluft), ungesunde Ern�hrung, unhygienische Haltung und Vernachl�ssigung - anf�llig f�r verschiedene Arten von Krankheiten. Nat�rlich kann es auch bei guter Pflege zu Erkrankungen oder Verletzungen kommen. Viele Tierbesitzer m�chten es aber ihren V�geln nicht gleich zumuten, zum Tierarzt getragen zu werden. Wann ein Tierarztbesuch unumg�nglich ist und was bei manchen Symptomen selbst getan werden kann, soll hier aufgezeigt werden.



M�glichst schnell mu� ein Tierarzt bei folgenden Punkten aufgesucht werden:

  • St�rkere Blutungen und gr��ere Verletzungen
  • Schwere Atemnot
  • Vergiftungen
  • Gleichgewichtsst�rungen
  • Blut in Erbrochenen und/oder Durchfall
  • Legenot
  • Futterverweigerung
  • Schwellungen
  • starker Durchfall
  • Unterk�hlung
Hier ist meist sehr schnell die Hilfe von einem Fachmann n�tig. Bei folgenden Symptomen kann der Halter meist jedoch auch selbst helfen oder zumindest erste Hilfe leisten.

 



Durchfall

W��riger Kot kommt bei V�geln relativ h�ufig vor. Meist ist dir Ursache hierf�r zuviel Gr�nfutter, gro�e Angst (z.B. bei neu gekauften V�geln h�ufig) oder ein zu kaltes Bad. Auch Erk�ltungen, giftige Pflanzen und Infektionen mit verschiedenen Erregern k�nnen der Verursacher sein. Am besten hilft hier meist sog. Vogelkohle (hei�t oft auch Aktivkohle, Tierkohle - im Zoofachhandel erh�ltlich). Sie wird �ber die K�rner gestreut. Gr�nfutter in dieser Zeit vollst�ndig weglassen.
Achtung: Sobald sich Blut im Kot befindet oder dieser sch�umend ist, sollte sofort der Tierarzt besucht werden. Auch wenn der Durchfall sich nicht bessert, sollte dies unbedingt getan werden.

 



Blutende Verletzungen

Normalerweise kommen starke Blutungen bei V�geln nicht vor, V�gel haben relativ wenig Blut - ihre Blutgerinnung funktioniert deshalb sehr gut. Bei Verletzungen des Schnabels oder der Krallen ist die Blutung meist st�rker als bei Hautwunden. Je heftiger sich der verletzte Vogel bewegt, umso st�rker blutet eine Wunde. Es ist also wichtig den Vogel m�glichst ruhigzustellen, w�hrend m�glichst mit einem Wattest�bchen etwa 2 Minuten lang Druck auf die Verletzung ausge�bt wird.

 



Hitzschlag

Gerade jetzt im Sommer kommt es manchmal vor, da� V�gel einen Hitzschlag erleiden. Die Tiere hecheln mit offenem Schnabel sehr stark, heben die Fl�gel an, bewegen sich manchmal auch unkontrolliert und k�nnen sich oft nicht weiter auf der Stange halten. Ein solcher Vogel mu� sofort abgek�hlt werden. Er sollte mit k�hlen Wasser bespr�ht oder abgetupft werden und in einem k�hlen Raum untergebracht werden. Aufpassen, da� hierbei keine Unterk�hlung entsteht! Der Vogel sollte au�erdem viel Ruhe haben, damit ihm zus�tzlicher Stre� erspart bleibt.

 



Legenot

Schwierigkeiten bei der Eiablage werden als Legenot bezeichnet. Der Unterbauch des Weibchens ist hierbei gerundet, das Tier wird schwach, str�ubt das Gefieder und pre�t angestrengt. Durch die Bestrahlung mit einer Rotlichtlampe kann oft eine Verkrampfung gel�st werden. Ist dies nicht der Fall (Legenot kann auch andere Ursachen haben), sollte das betroffene Tier unverz�glich zum Tierarzt gebracht werden.

 



Bei allen Symptomen empfiehlt es sich, beim Tierarzt anzurufen. Dieser kann vielleicht auch telefonisch weiterhelfen oder m�chte sich das Tier selbst anschauen. Der Gesundheitszustand der gefiederten Hausgenossen sollte t�glich �berwacht werden, so wird ein Tierarztbesuch sehr selten oder unn�tig sein.

Sabine Gehrsitz

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