Der Nymphensittich

Der Nymphensittich mit seiner frechen Federhaube ist neben dem Wellensittich einer der beliebtesten Sittiche. Nymphensittiche sind im Vergleich zum Wellensittich eher bed�chtige Tiere. Sie sind lange nicht so quirlig und quatschen auch nicht so ausdauernd vor sich hin.

Wer sich einen bzw. mehrere Nymphensittiche anschaffen m�chte, sollte sich auch bewu�t sein, da� sie aufgrund ihrer Gr��e einen entsprechenden K�fig ben�tigen. Nymphensittiche werden 30-35 cm gro�, der Schwanz hat etwa eine L�nge von 15 cm. Der K�fig f�r zwei Nymphen sollte mindestens 100x80x140 cm gro� sein. Dennoch sollten die Tiere m�glichst t�glich die M�glichkeit haben, auch frei im Zimmer zu fliegen. Darauf achten, da� sich keine giftigen Pflanzen oder gef�hrliche Gegenst�nde im Zimmer befinden!

Die Rede ist immer von zwei V�geln, da Nymphensittiche genau wie die meisten V�gel sehr gesellig sind. Dabei ist es normalerweise unerheblich, ob es sich um zwei gleichgeschlechtliche Tiere oder ein P�rchen handelt. Bei gleichgeschlechtlichen Tieren schl�pft normalerweise einer der V�gel in die Rolle des anderen Geschlechts. Au�erdem verstehen sich Nymphensittiche meist recht gut mit Wellensittichen. So f�ttert unser Wellensittich Sunny oft liebevoll unseren Nymphensittich Yankee. Die wilde Form des Nymphensittichs ist hell- bis dunkelgrau, hat wei�e Fl�gelbinden und einen roten Wangenfleck auf der gelben Gesichtsmaske. Inzwischen gibt es einige Zuchtformen wie die Schecken (siehe Foto), die Geperlten, Lutinos (wei� mit roten Augen), Albinos (wei�es Gefieder, Gelbe Maske und oranger Wangenfleck, rote Augen) und den Wei�kopf. Wie auch bei anderen Tierarten sind jedoch solche Z�chtungen oft empfindlicher, als die "Urform". Die Heimat der Nymphensittiche ist eigentlich Australien, dort leben sie in Steppen, an periodisch wasserf�hrenden B�chen und in Halbw�sten. Dort br�ten sie in den Regenperioden, um ihren Nachwuchs optimal aufziehen zu k�nnen. Im Alter von etwa 9 Monaten werden Nymphensittiche geschlechtsreif. Ein Gelege umfa�t meist zwischen vier und sechs Eiern, nach einer Brutzeit von ca. 20 Tagen schl�pfen die Jungv�gel. Gebr�tet wird in freier Wildbahn meist in abgestorbenen B�umen, in denen sich die Tiere eine H�hle suchen.

Das im Handel angebotene K�rnerfutter f�r Gro�sittiche ist auch f�r Nymphen ideal. Dazu kann Kolbenhirse gereicht werden. Frisches Gem�se, Kr�uter und Obst m�gen auch einige V�gel, doch nicht jeder ist begeistert davon. Sehr beliebt sind bei mir �pfel, Zitronenmelisse und Petersilie - alles andere st��t auf weniger Begeisterung. Auch frisch gekeimte K�rner (Achtung, k�nnen leicht schimmeln oder faulen) werden von einigen V�geln gerne genommen.

Im Handel erh�ltliche Knabberstangen enthalten oft viele Kalorien, sie sollten nicht zu h�ufig gegeben werden. Um die Tiere zu besch�ftigen gibt man ihnen lieber ein paar frische Obstbaum�ste.

Nymphensittichen kann man ihre momentane Laune recht leicht ansehen - ihre Federhaube ist wie ein Stimmungsbarometer. Straff nach hinten gestreckt, h�ufig von einem drohenden Fauchen begleitet, zeigt die Haube, da� der Sittich zwischen Angst und Angriff schwankt. 
Liegt die Federhaube dagegen fast waagrecht, zeigt dies absolute Ruhe und Gelassenheit des Vogels an.
Meist sieht man die Federhaube wie auf unserem Foto oben senkrecht nach oben stehend - der Nymphensittich ist an seiner Umgebung interessiert, horcht zu und ist munter. 
Ist die Haube jedoch straff nach oben stehend, w�hrend die Spitzen nach vorne weisen, zeigt dies schon eher Unruhe bzw. �u�erste Erregung. 

Der K�fig der Nymphensittiche mu� m�glichst abwechslungsreich eingerichtet sein. Au�erdem sollte man sich t�glich mit den Tieren besch�ftigten, auch wenn es mehr als nur ein Vogel ist. Nymphensittiche k�nnen genau wie Wellensittiche sehr anh�ngliche Zeitgenossen sein und haben eine Lebenserwartung von 15 bis 20 Jahren.

Sabine Gehrsitz

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