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Die Infos dieser Seite stellte uns die
Kaninchenhilfe
zur Verf�gung - vielen Dank!Gesellschaft / Gruppenhaltung
Kaninchen sind sehr soziale Tiere, sie sollten mindestens paarweise
gehalten werden, aber auch das Leben in einer Kleingruppe von 3-15
Tieren kommt ihrem Wesen sehr entgegen. Andere Tiere (Meerschweinchen,
Katzen etc.) k�nnen einem Kaninchen den Partner nicht ersetzen und haben
genau wie ein Kaninchen, auch das Recht auf einen Partner der gleichen
Art.
Wenn sich zwei Kaninchen nicht verstehen, hat man ihnen m�glicherweise
zu wenig Zeit gelassen, sich kennen zu lernen oder einen Fehler bei der
Zusammenf�hrung begangen oder schlicht nicht den richtigen Partner
gefunden. Dann sollte man es weiter versuchen, aber nicht sein Tier zu
lebenslanger Einzelhaft verdammen. Einzelhaltung entspricht nicht der
Lebensweise von Kaninchen!
Mehrere weibliche Tiere � auch Geschwister - verstehen sich i.d.R. nur
solange bis sie geschlechtsreif werden. Danach jagen und bei�en sie
sich, weil sie Reviere verteidigen. Dann muss man sie entweder trennen
oder eine entsprechende Anzahl kastrierter Rammler dazu setzen.
Haltung
Ein K�fig als Unterbringungsm�glichkeit entspricht nicht dem nat�rlichen
Bed�rfnis der Kaninchen nach Bewegung (Graben, Laufen, Springen). Die
optimale Haltungsform ist ein Au�engehege. Es gibt jedoch auch
Kompromisse f�r die Wohnungshaltung.
Als absolutes Minimum f�r zwei Kaninchen bis 2,5 kg sollte der K�fig
mindestens die Ma�e 120 x 50 cm haben und hoch genug sein, dass die
Kaninchen darin M�nnchen machen k�nnen bzw. noch ausreichend Platz
haben, um gem�tlich auf einem H�uschen im K�fig zu sitzen, ohne oben
anzusto�en. Je gr��er die Kaninchen, umso gr��er ist nat�rlich auch der
Platzbedarf.
K�fighaltung von Kaninchen ist nur dann akzeptabel, wenn gew�hrleistet
ist, dass die Tiere mehrere Stunden am Tag Freilauf haben.
Oft ist besser, seinen Kaninchen ein gro�en K�fig selbst zu bauen, da es
im Zoohandel leider kaum wirklich gro�e K�fige zu kaufen gibt. Tipps zum
Gehegebau f�r innen und au�en findet man unter
www.kaninchengehege.de
Einstreu
Katzenstreu darf in Kaninchentoiletten auf keinen Fall verwendet werden.
Wenn die Kaninchen etwas von der Katzenstreu aufnehmen, kann das zu
schweren Verdauungsst�rungen und zum Tod f�hren.
Kaninchentoiletten und -k�fige sollten mit gepressten Strohpellets,
Maisstreu, Hanfstreu, Holzpellets gef�llt werden. Bei der Streu ist
unbedingt darauf zu achten, dass sie nicht staubt, denn Kaninchen haben
extrem empfindliche Atemwege. Handels�bliche S�gesp�ne sind aus diesem
Grund ungeeignet. Pelletartige Streu sollte bevorzugt werden.
Ern�hrung
K�rnerfutter und Snacks sind keine geeigneten Futtermittel f�r
Kaninchen! K�rnerfutter f�hrt bei Kaninchen zu schweren
Verdauungsst�rungen und Zahnfehlwachstum.
In freier Natur fressen Kaninchen Gr�ser, Kr�uter und Bl�tter von
Gem�sepflanzen und nehmen Wasser �berwiegend in Form von Tautropfen auf.
Nicht zum Nahrungsspektrum von Kaninchen in freier Wildbahn geh�ren
hingegen K�rner von Weizen, Roggen, Hafer oder Gerste, da diese K�rner
nur f�r eine kurze Periode verf�gbar und dann in einer H�he von ca. 1
Meter f�r die Kaninchen ohnehin gar nicht erreichbar sind.
Die Darmflora von Kaninchen ist darauf ausgerichtet, zellulosehaltige
Nahrung, z.B. Heu und Gr�ser (Rohfaser), zu verdauen. Sie ben�tigt dazu
einen basischen ph-Wert. K�rnerfutter ist zucker- und st�rkereich. Bei
seiner Verf�tterung sinkt der ph-Wert und die Darmflora stirbt ab.
Sch�dliche Keime k�nnen sich ansiedeln und u.a. zu st�ndigen Durchf�llen
f�hren.
Dar�ber hinaus kann es zu Trommelsucht infolge von Fehlg�rungen kommen.
Die St�rke aus den K�rnern wird zu Zucker abgebaut und dieser wird durch
Hefen vergoren. In der Folge bilden sich Gase, die nicht entweichen
k�nnen, so dass der Darm aufbl�ht und die Tiere hochgradige
Bauchschmerzen erleiden. Auch Trommelsucht endet oft t�dlich.
Alle Z�hne des Kaninchens sind wurzeloffene Z�hne, d.h. sie wachsen
lebenslang, Unterkieferz�hne schneller als Oberkieferz�hne. Die
Schneidez�hne weisen nur auf der Vorderseite einen harten Schmelzbelag
auf, woraus die mei�el�hnliche Form sowie die Sch�rfe der Schneidez�hne
resultieren. Eine regelm��ige Abnutzung der Z�hne durch das Vermahlen
grob strukturierter Rohfaser ist daher notwendig. Bei der Aufnahme von
K�rnerf�tter werden die K�rner mit den Z�hnen zerquetscht und das Futter
wird nicht lange genug mit den Backenz�hnen gemahlen, so dass der
Zahnabrieb ungen�gend ist und �berlange Z�hne entstehen. Folge: die
Tiere entwickeln in die Zunge oder die Backenschleimhaut einspie�ende
und einwachsende Z�hne, die die Nahrungsaufnahme herabsetzen, was vom
Tierhalter h�ufig nicht unmittelbar bemerkt wird und nur von einem
Tierarzt festgestellt und beseitigt werden kann.
F�r die Ern�hrung eines gesunden Kaninchens ben�tigt man also Heu,
frisches Wasser, frisches Saftfutter (Gem�se, selten Obst, Kr�uter- und
Wildpflanzen) sowie regelm��ig frische Zweige f�r den Zahnabrieb. Will
man Trockenfutter geben, sollte man auf getrocknetes Gem�se
zur�ckgreifen. |