Das Streifenh�rnchen

Wer hat sich im Biologieunterricht nicht mit einem gewitzten, flinken Nager befa�t, der von Baum zu Baum h�pft und Vorr�te hortet? Das Eichh�rnchen ist wohl jedem von uns bestens bekannt. An dieser Stelle m�chte ich jedoch auf einen seiner Verwandten n�her eingehen, das Asiatische Streifenh�rnchen, Burunduk mit Fachbegriff genannt.

Stammesgeschichtlich betrachtet reichen die Wurzeln des Streifenh�rnchens weit zur�ck, weiter als die der M�use. Den H�rnchenarten ist eine fast weltweite Verbreitung gelungen, au�er in Australien und der Antarktis. In seiner territorialen Verbreitung ist das Streifenh�rnchen vom Vorkommen bestimmter Nahrungspflanzen abh�ngig, wichtige Bestandteile seines Speisezettels sind dabei L�rchenzapfen und diverse Nu�arten. Knospen, Beeren und Pilze werden ebenfalls gerne verzehrt. Das Heimtier Streifenh�rnchen nimmt gerne im Zoofachhandel zusammengestellte Futtermischungen an, die die erw�hnten Bestandteile enthalten.
In der freien Natur beansprucht die Suche nach Futter beim H�rnchen den gr��ten Teil des Tages, somit kann gesagt werden, da� das Tier tagaktiv ist. In seiner sozialen Lebensweise ist es eher ein Einzelg�nger, verteidigt sein Revier gegen Artgenossen, die au�erhalb der Fortpflanzungszeit darin nichts zu suchen haben. Ein einzeln gehaltenes Streifenh�rnchen leidet somit auch nicht unter Einsamkeit. Es ist nach wie vor ein Wildtier, dem an friedlicher Geselligkeit mit Artgenossen nicht viel gelegen ist.
An freier Bewegung ist ihm umso mehr gelegen. Wer sich schon in freier Natur Nahrung und Lebensraum erarbeiten bzw. erk�mpfen mu�, baumaufw�rts und -abw�rts unterwegs ist, m�chte auch bei seinen Menschen Auslauf genie�en. Je kleiner der K�fig, umso mehr.

Sowohl als Wild- als auch als Heimtier wird das Streifenh�rnchen von perfekt aufeinander abgestimmten Sinnesorganen in seinem Leben unterst�tzt. Der behaarte Schwanz erm�glicht perfekte Steuerung im Sprung, gro�e Augen die �berwachung des Reviers und die Verst�ndigung mit Artgenossen (erkennen von Drohsignalen). Wie bei jedem Wildtier ist auch beim Streifenh�rnchen perfektes Geh�r lebenswichtig. Beim Auffinden versteckter Nahrungsdepots unterst�tzt das H�rnchen sein ausgepr�gter Geruchssinn. Ein vielseitig verwendbares Werkzeug stellen die kr�ftigen Nagez�hne dar, die selbst h�rteste N�sse irgendwann zu knacken verm�gen.
Zu einem H�rnchen passen nur Menschen, die das sehr aktive Tier nicht als Belastung empfinden und ihm genug Zeit und vor allem auch Platz zu Verf�gung stellen k�nnen. Kinder sollten mindestens 10 Jahre alt sein, um f�r ein H�rnchen die Verantwortung �bernehmen zu k�nnen.
Alles in allem ist das Streifenh�rnchen ein fr�hliches Heimtier, das unter geeigneten Haltungsbedingungen viel Freude macht.

Carolin Dieterichs

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