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Der Dsungarische Zwerghamster
Der Dsungarische Zwerghamster (Phodopus sungorus sungorus) geh�rt
zur Gattung der kurzschw�nzigen Zwerghamster. Seinen
Hauptverbreitungsgebiet sind die Steppen und Tundren Sibiriens (daher
wird er oft auch als Sibirischer oder Russischer Zwerghamster
bezeichnet), er kommt aber auch in Kasachstan, der Mongolei, der
Mandschurei und der chinesischen Region Dsungarei, von der er seinen
Namen erhielt, vor.
1770 wurde der Dsungare bereits entdeckt. Urspr�nglich war er ein
Labortier, seit den 70er Jahren gewinnt er jedoch stets an Beliebtheit
als Heimtier hinzu.
Der Dsungare ist ca. 9 cm gro�, wiegt zwischen 38 und 55g und wird etwa
2 Jahre alt. Er h�lt keinen Winterschlaf, weshalb er behaarte F��e hat,
die ihn vor der K�lte sch�tzen. Dadurch ist er aber ein relativ
schlechter Kletterer, was aber nicht bedeutet, dass er sich nicht die
K�figgitter problemlos hochhangeln kann.
Durch die kurzen Beine und den rundlichen K�rper sieht er beim Laufen
aus wie eine Spielzeugmaus.

Farbschl�ge
Inzwischen gibt es den Dsungarischen Zwerghamster in 3 Farbschl�gen:
- Agouti ist die Wildfarbe. Dsungaren dieses Farbschlags haben ein
graubraunes, weiches Fell. Charakteristisch sind 3 wei�e Ausbuchtungen
auf den Seiten, mit einer schwarzen Grenzlinie. Von der Stirn �ber den
R�cken verl�uft der f�r Zwerghamster (au�er bei den Robos)
typische Aalstrich. Im Winter kann das Fell fast schneewei� werden, was
beim Dsungaren als Heimtier wegen der w�rmeren Temperaturen fast nie
passiert.
- Saphir ist die Blauwildfarbe. Sie ist der Wildfarbe sehr �hnlich,
jedoch blaugrau statt graubraun und der Aalstrich ist nicht schwarz,
sondern blau. Der erste saphirfarbene Dsungare wurde 1988 in England
geboren. Saphir vererbt sich rezessiv gegen�ber der Wildfarbe.
- Der erste perlmuttfarbene Dsungare (siehe Foto) kam 1989 ebenfalls in England zur
Welt. Mit Perlmutt (pearl) wird das ganz wei�e Fell bezeichnet,
ist aber nicht zu verwechseln mit dem wei�en Winterfell der Dsungaren!
Tiere dieses Farbschlages haben einen gleichm��ig schwarzgrauen
Fellansatz und leicht graue Ohren. Der Aalstrich ist ebenfalls grau, die
Augen schwarz.
Perlmutt vererbt sich dominant gegen�ber der Wildfarbe, deshalb wird
dieser Farbschlag mit der Zeit noch bekannter werden.
Verhalten
Der Dsungare ist der gem�tlichste unter den Zwerghamstern, daher auch
bedingt f�r Kinder geeignet. Zudem ist er nicht nur nachts aktiv,
sondern schaut auch tags�ber kurz aus seinem Haus. Er wird schnell zahm
und auch erwachsene Tiere k�nnen durchaus noch zahm werden. Die Kinder
sollten jedoch reif genug sein, um f�r ein Tier die Verantwortung
�bernehmen zu k�nnen. Sie m�ssen die �berwiegende Nachtaktivit�t
respektieren und auch motorisch weit genug entwickelt sein, um mit einem
Tier dieser Gr��e umgehen zu k�nnen.
Menschen gegen�ber sind Dsungaren insgesamt sehr friedfertig. Anders
sieht es bei Artgenossen aus. Das oftmals geschilderte friedliche
Zusammenleben zweier oder mehrerer Dsungaren kann ich aus mehreren
Erfahrungen so nicht best�tigen. Weibchen (Mutter � Tochter oder auch
nie getrennte Schwestern eines Wurfes) haben sich sp�testens mit
Eintritt der Geschlechtsreife (mit 6-8 Wochen) so verbissen, dass
man sie trennen musste. Bei M�nnchen habe ich deutlich bessere
Erfahrungen gemacht (am besten 2 Br�der), ein Weibchen und ein
kastriertes M�nnchen harmonierten am Besten.
Die Ern�hrung
Dsungaren neigen leicht zum Dickwerden. Daher sollten fetthaltige Dinge,
wie N�sse und Sonnenblumenkerne, nur in sehr geringen Mengen (ab und
zu als Leckerli) gegeben werden. K�rner stehen in der freien Natur
viel auf ihrem Speiseplan und sollten auch in menschlicher Obhut im
abwechslungsreichen Futter enthalten sein.
Vor allem bei sehr wasserhaltigem Obst und Gem�se (z.B. Melone und
Gurke) muss darauf geachtet werden, dass die Dsungaren keinen
Durchfall bekommen. Tierisches Eiwei� ist lebenswichtig f�r alle
Hamsterarten! Wer sich zu sehr vor Mehlw�rmern ekelt, kann den
Eiwei�bedarf auch mit regelm��igen Quark- oder Joghurtgaben (ca.3x
pro Woche), K�se, Milch, Hunde- oder Katzentrockenfutter oder
hartgekochtem Ei decken. Frisches Trinkwasser sollte den Dsungaren
t�glich in einer Trinkflasche zur Verf�gung stehen.
Sabine Roth
�2003 Heimtiere-Online.de
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