Qualzuchten bei Ratten

Wie leider fast alle Tiere, die mit der Zeit als Heimtier beliebt wurden, mu� inzwischen auch die Ratte mit dem "Sch�nheitswahn" des Menschen leben. Neben vielen verschiedenen Farbschl�gen gibt es inzwischen auch Zuchtformen, die das nat�rliche Erscheinungsbild der Ratten in ver�nderter Form zeigen.

So berichtete die Zeitschrift "Hamster & Co" in ihrer Juni/Juli-Ausgabe 1999 von den Nacktratten sowie den schwanzlosen Ratten, die besonders in Amerika auf Freunde sto�en.

Eine neue Z�chtung ist au�erdem die "Dumbo-Ratte". Benannt nach dem Disney Elefanten Dumbo tr�gt diese Ratte eine besondere Ohrenform und tauchte das erste mal 1991 auf. Die Ohren dieser Ratten sollen m�glichst dick, gro� und rund sein. Auch sonst unterscheiden sich die Dumbo-Ratten von normalen Ratten. Sie sind angeblich ruhiger, weniger lebendig und haben einen k�rzeren K�rper mit einem breiteren und abgeplatteten Kopf.

Seit 1942 sind Ratten ohne Schwanz bekannt � erstmals aufgetaucht in den USA und geboren in Labors. Die auch als "Manx" oder "Bobtail" bekannte schwanzlose Ratte ist gl�cklicherweise au�erhalb Gro�britanniens und der USA relativ selten anzutreffen. Oft sind Tiere mit Koordinationsst�rungen oder Skelettmissbildungen unter einem Wurf schwanzloser Ratten. Au�erdem haben schwanzlose Rattenweibchen oft erhebliche Probleme ihre Jungen auf die Welt zu bringen.

Auch im Labor "entstanden" ist die Nacktratte (auch Sphynx genannt). Auch hier gibt es oft genug Probleme bei der Aufzucht der Jungtiere. Durch den fehlenden Schutz der Haare sind diese Tiere nat�rlich besonders empfindlich gegen Zugluft sowie Sonneneinstrahlung. Auch die sogenannte "Patchwork"-Ratte hat es nicht viel besser. Bei ihr w�chst zwar das Fell immer wieder nach, f�llt aber auch gleich wieder aus. Was sich der Mensch dabei denkt, wenn er solche Ratten h�lt oder auch andere Extremzuchten unterst�tzt, ist f�r Tierfreunde ein R�tsel. Die Tiere leiden meist unter ihrem Aussehen, die Mi�bildungsrate ist bei solchen Defekten deutlich erh�ht. Bisher erfreuen sich zumindest diese Zuchtformen der Ratten nur in den USA gro�er Beliebtheit und wir wollen hoffen, da� es nirgendwo anders diese Dimensionen erreichen wird!

Sabine Gehrsitz

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