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Aufzucht mutterloser Meerschweinchen oder bei zu gro�en W�rfen
Wann sollten Meerschweinchenbabies zugef�ttert werden?
- Wenn der ersehnte Wurf da ist und dann passiert wovor
jeder Angst hat, das Muttertier verstirbt.
- Wenn das Muttertier zu schwach ist und die Jungen nicht
selber s�ugen kann oder keine Milch hat.
- Wenn das Muttertier einen sehr gro�en Wurf hat und ein
schwaches Jungtier unter 50g wiegt.
Ist die Muttersau verstorben, sollte man wenn m�glich die Jungen zu
einer Amme setzen und falls nicht vorhanden oder die Jungtiere nicht
angenommen werden zu einem �lteren Jungtier oder friedlichem Alttier
setzen, damit sie lernen was sie selber fressen k�nnen. Besteht diese M�glichkeit
nicht, eine W�rmflasche in eine Ecke des K�figs legen (nicht zu hei�
und alle 1-2 Stunden wieder neu f�llen) und mit einem Handtuch abdecken
oder eine Rotlichtlampe aufstellen (mit der Hand �berpr�fen, damit
die Lampe nicht zu hei� f�r die Kleinen wird).
Bei sehr gro�en W�rfen
kann es vorkommen, dass die St�rkeren den Schw�cheren keine Chance
geben zu trinken. Dabei sollte man erst einmal die st�rkeren Jungtiere
immer mal wieder wegsetzten, damit die Schw�cheren sich satt trinken k�nnen.
Die eigene Muttermilch ist immer noch am Besten f�r die Jungtiere und
wenn man zu schnell zuf�ttert, wird die Muttersau weniger Milch
produzieren, weil weniger verlangt wird. Dabei �berpr�ft man immer das
Gewicht der Kleinen. Manchmal kann es dann auch hilfreich sein, die st�rkeren
Jungtiere zuzuf�ttern, damit diese weniger Hunger haben und die Kleinen
mehr saufen k�nnen. Letzteres sollte aber wirklich nur im Notfall
geschehen, da die Darmflora leicht aus dem Gleichgewicht zu bringen ist.
Die Jungtiere
fangen zwar bereits nach ein paar Stunden selber zum Fressen an, m�ssen
aber zugef�ttert werden. 1.-7. Tag alle 2 Stunden (sehr schwache
Tiere alle 90 min.) 1,0-1,5ml, 8.-14. Tag alle 2 Stunden 1,5-2,0ml,
15.-22. Tag alle 2 Stunden 2,0ml, 23.-28. Tag langsam auf 0,0ml
reduzieren.
Kleinere und schw�chere Tiere sollte man in den ersten Tagen auch
nachts immer wieder f�ttern und eventuell auch ein - zwei Wochen l�nger.
Gut bew�hrt hat sich ein Futterbrei aus warmen Heusud *), Heilnahrung,
gemahlenem Futter, Schmelzflocken und Vitamin C (Pulver oder Tropfen,
besser Vitamintropfen).
Sind die Tiere etwas �lter kann man auch feinen Karottenbabyfrei zuf�gen
(welchen die S�uglinge als erstes essen d�rfen, steht auf dem
Etikett). Wer das Futter nicht mahlen kann, gibt alle Nahrungsmittel
dazu welche sich aufweichen lassen wie z.B. Pellets. Das ganze durch
einen etwas groben Sieb dr�cken und mit einer Spritze (ohne Nadel) f�ttern.
Vielleicht die �ffnung der Spritze etwas vergr��ern, damit mehr grobk�rniges
und nicht nur die reine Fl�ssigkeit aufgezogen wird.
Ganz wichtig, nur tr�pfchenweise f�ttern, die Kleinen verschlucken
sich leicht und bekommen so Fl�ssigkeit in die Lunge. Nicht aus
Ungeduld zuviel Futter auf einmal in das M�ulchen dr�cken. Nach jedem
f�ttern wickelt man sich ein Tuch um den Finger und massiert von Bauch
Richtung Aftergegend der Kleinen bis sie Urin und/oder Kot abgesetzt
haben. Bei einigen funktioniert es wenn sie auf dem R�cken in der Hand
liegen, bei anderen wenn sie auf der Hand stehen und man von der R�ckseite
unter dem Tier hindurch massiert. Etwas Geduld sollte man dabei schon
haben. Dieses
ist sehr wichtig f�r die Mutterlosen Jungtiere, da es normalerweise die
Mutter �bernimmt.
Die Aufzucht von mutterlosen Meerschweinchen ist leider nicht immer von
Erfolg gekr�nt.
*) Heusud = Heu mit kochendem Wasser �bergie�en, ein paar Stunden
ziehen lassen.
Tina Teubl
�2001 Heimtiere-Online.de
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