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Einzelne Rennmaus � was nun?
Mongolische Rennm�use sollten nicht einzeln gehalten werden. Es sind sehr soziale
Tiere, die in ihrem nat�rlichen Lebensraum in gro�en Familienb�nden
leben. Was soll man jedoch tun, wenn man z.B. aus Unwissenheit eine
einzelne Maus gekauft hat, eine Rennmaus von der restlichen Gruppe
versto�en wird (kommt z.B. aus Rangordnungsgr�nden �fters vor)
oder der Partner der Maus stirbt? Fremde Rennm�use k�nnen nur sehr
schwer aneinander gew�hnt werden, da jede Rennmaus ihren eigenen Geruch
entwickelt und fremde Tiere bek�mpft werden.
Bei Jungtieren, etwa bis zur 8. Lebenswoche, ist es noch leicht 2
einzelne Tiere aneinander zu gew�hnen. Normalerweise kann man diese
ohne gro�en Aufwand einfach zusammensetzen. Bei ausgewachsenen Rennm�usen
wird es dagegen sehr schwer. Setzt man ein Weibchen mit einem M�nnchen
zusammen, geht dies meist gut, aber wohin dann mit dem Nachwuchs? Es
sollte also lieber ein gleichgeschlechtlicher Partner sein. Niemals darf
der Fehler gemacht werden, die neue Maus in den K�fig der
Alteingesessenen zu setzten. Sie w�rde den Eindringling sofort aus
ihrem Revier vertreiben wollen. Um die beiden aneinander zu gew�hnen,
gibt es viele M�glichkeiten. Ein Trenngitter im K�fig anzubringen
empfehle ich nicht. Zwar k�nnen sich die M�use dadurch vertraut
machen, was aber �fters durch den Verlust von Zehen oder sogar eines
Schwanzteils enden kann, wenn sich die beiden nicht sympathisch sind.
Eine andere M�glichkeit ist es, den Eigengeruch der Tiere zu �bert�nen.
Dabei habe ich die beste Erfahrung gemacht, indem ich in eine Sch�ssel
warmes Wasser und etwas Teebaum�l gab (dieses riecht sehr stark).
In dieses Gemisch setzte ich nun die M�use (das �l sollte nicht in
die Augen der Tiere kommen). Die Beiden rochen nun sehr stark nach
diesem �l und ich setzte sie in einen neutralen K�fig. Nachdem sich
die beiden (teilweise gegenseitig!) trockengeleckt hatten,
schliefen sie im gemeinsamen Nest aneinandergekuschelt ein. Wichtig ist
es, die Tiere genau zu beobachten, denn manchmal beginnen sie nach
dieser Phase zu k�mpfen.
Auch bew�hrt hat sich der Minik�fig. Auf engstem Raum - meist in einem
Transportk�fig - werden die fremden Tiere zueinandergesetzt. Es sollte
in diesem K�fig keine Versteckm�glichkeiten geben. Am besten werden
die Tiere zuvor gebadet, im kleinen K�fig erfolgt anschlie�end eine
recht rasche Geruchsanpassung. Nach etwa 24 Stunden, sicherheitshalber k�nnen
es auch mehrere Tage sein, k�nnen die Rennies dann zusammen in einen
neutral eingerichteten K�fig gesetzt werden. Voraussetzung hierf�r ist
nat�rlich, da� im Minik�fig zuvor keine Bei�ereien entstanden.
Oft werden die Versuche ausgewachsene Rennm�use aneinander zu gew�hnen
jedoch nicht vom Erfolg gekr�nt. Eine einzelne Maus braucht dann viel
Abwechslung um nicht zu verk�mmern oder aggressiv zu werden. Aus
eigener Erfahrung kann ich berichten, da� einzelne Rennm�use sehr anh�nglich
werden k�nnen, vorausgesetzt der Besitzer bringt viel Zeit f�r das
Tier auf.
Sammy, eines meiner Rennm�usweibchen wurde schon als sie etwa 4 Monate
alt war nicht von den anderen akzeptiert. Sie liebt es, sich auf meiner
Couch auszutoben und sich danach an mich zu kuscheln und einzuschlafen.
Ihr fehlen jedoch eindeutig ihre Artgenossen, mit denen sie spielen,
kuscheln und "quatschen" kann.
Sabine Gehrsitz
�2001 Heimtiere-Online.de
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