Die Sprache der Degus

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Wer Degus einmal n�her kennengelernt hat, ist meist fasziniert von der K�rper� und auch der Lautsprache dieser Nager.

Degus sind sehr soziale Tiere, die sich nur in einer Gruppe oder zumindest zu zweit wohlf�hlen. Im Kontakt zu ihren Artgenossen verwenden sie einige Gesten und zeigen ein �hnliches "Sprachverhalten" wie Meerschweinchen (mit diesen sind sie auch verwandt).

Schrill pfeift ein Degu, der seine Artgenossen warnen m�chte. Sollte er Gefahr wittern, versteinert er oft f�r kurze Zeit und gibt diesen grellen Ton von sich � Grund daf�r finden eingew�hnte Degus jedoch nur noch selten. Nehmen die restlichen Tiere die Warnung als tats�chlich Ernst an, huschen alle Tiere zusammen in ein Versteck.

�rgerliches quieken lassen Degus h�ren, wenn sie in Ruhe gelassen werden m�chten. Besonders beim F�ttern lassen sie diesen Ton �fters h�ren. Gleichzeitig wehren sie mit den Vorderpfoten die Artgenossen ab, die versuchen, einen Leckerbissen zwischen den Pfoten des anderen zu beschnuppern oder gar wegzunehmen.

Au�erdem wird die Abwehr gegen�ber den anderen Mitgliedern der Gruppe auch mit Gesten sehr deutlich gezeigt � ein gekr�mmter R�cken und die Breitseite wird hierbei dem "Gegner" pr�sentiert. Meist imponiert diesem das Verhalten ausreichend, es kommt zur Unterwerfung

Ist dies nicht so und es handelt sich um eine ernstere Auseinandersetzung, kommt es zu einem im Normalfall unblutigen, vollkommen harmlosen Kampf. Hierbei werden die Beine durchgedr�ckt und die Degus schubsen sich evtl. gegenseitig. Die Z�hne werden bei einem solchen Kampf nicht eingesetzt.

Anders jedoch, wenn beispielsweise ein fremdes Tier in die Gruppe gesetzt wird � bei einem solchen Kampf m�ssen die Tiere sofort auseinandergesetzt werden (Achtung � mit Handtuch o.�. dazwischengehen, da im Eifer des Gefechtes sonst auch die Hand leicht Opfer werden kann).

Mit etwas Gl�ck beenden die Tiere den Kampf auch, sobald sich eines der Tiere unterwirft (bei neuen Tieren in der Gruppe wird dies aber kaum von den alteingesessenen Tieren anerkannt). Dabei senkt das sich unterwerfende Tier den Kopf und entfernt sich meist langsam.

Ansonsten bewegen sich Degus geschmeidig � sie erinnern dabei oft an H�rnchen. Auch daher wurde der Degu anfangs zu den H�rnchenverwandten gez�hlt. Tats�chlich geh�rt der Degu zu den Meerscheinchenverwandten.

Ein wohliges Glucksen geben Degus von sich, wenn sie beispielsweise gegenseitige Fellpflege betreiben. Diese Geste ist f�r Degus von gro�er Bedeutung. Dabei steigen die Tiere oft auf den R�cken des anderen Degus auf (�hnelt im ersten Moment der Paarung) und beknabbern dann den Nacken bzw. den gesamten Bereich um die Ohren. Zahme Degus genie�en ein solches Kraulen auch von "ihrem Menschen".

Ein Degu, der richtig ausgelassen ist, springt auch mal munter im K�fig umher � diese "Freundenhopser" zeigen jedem Beobachter, da� Tiere sehr wohl auch gute Laune zeigen k�nnen!

Sabine Gehrsitz

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