|
Diabetes bei Farbm�usen Diabetes ist eine sehr weit verbreitete Stoffwechselerkrankung, die nicht nur beim Menschen auftaucht, auch Kaninchen, Meerschweinchen, Degus und Chinchillas k�nnen davon betroffen werden. Es ist leider so, das viele Leute nicht mit dieser Krankheit rechnen, das sie sehr oft unbehandelt bleibt. Gerade bei M�usen muss ich sagen, das es einfach kaum Tier�rzte gibt, die sich �berhaupt mit Farbm�usen auskennen, geschweige denn eine Therapie in Erw�gung ziehen, den Diabetes ist auf keinen Fall eine Krankheit, die das Todesurteil bedeuten muss. Locke hat richtiges Gl�ck einen Tierarzt zu haben, der selbst Farbm�use hat und liebt, und sich auch dementsprechend weiterbildet.Bei den Tieren tritt Diabetes meistens im fortgeschrittenen Alter auf. Die Bauchspeicheldr�se produziert kaum bis gar kein Insulin mehr, das bedeutet das man es der Maus zuf�hren muss. Insulin ist ein Hormon das in der Bauchspeicheldr�se gebildet wird, und senkt den Blutzuckerspiegel.
Krankheitsanzeichen: Behandlung: Unverz�glich den Tierarzt aufzusuchen ist unbedingt Pflicht, sprechen sie den Tierarzt auch auf Diabetes an. Der Tierarzt wird den Zuckergehalt messen, entweder bringt man eine frische Urinprobe mit, was sich bei M�usen auf jeden Fall empfiehlt, oder dem betreffenden Tier wird Blut abgenommen, was bei M�usen so gut wie unm�glich ist. Danach wird die Behandlung festgelegt, es gibt mehrere Typen von Diabetes nicht nur beim Menschen: Typ 1 Diabetes wird auch insulinabh�ngiger Diabetes mellitus (IDDM) oder jugendlicher (juveniler) Diabetes genannt. Typ 2 Diabetes oder nicht � Insulin - abh�ngiger Diabetes mellitus (NIDDM), wird auch als Altersdiabetes bezeichnet. Typ 2 Diabetes: Ich hatte das Gl�ck das Locke Typ 2 Diabetes hat, deshalb behandelte sie der Arzt bei sich zu Hause (da er keine eigene Praxis hat) 2 Tage lang, bis er sie eingestellt hatte. Nach diesen 2 Tagen hatte Locke bereits wieder ein bisschen zugenommen. Der Tierarzt wies mich ein, wie ich den Blutzuckerspiegel mit den Urinsticks messe, und wie ich am besten die manchmal notwendige Insulinspritze verabreiche. Dazu braucht man eine helfende Hand, Person 1 spritzt dem Tier das Insulin unter die Haut und die Person 2 h�lt am besten das Tier fest, denn die Spritze kann oft sehr unangenehm und schmerzhaft sein, das der Nager oft den einzigen Ausweg in der Flucht sieht. Deshalb kann die d�nne Nadel abbrechen und aus diesem Grund ist es wichtig, mit Beharrlichkeit vorzugehen, auch wenn es mir selbst nicht angenehm ist, wenn ich merke, das ich meinem kleinen Liebling Schmerzen zuf�ge, doch je schneller diese Prozedur vorbei ist umso schneller geht es dem Nager wieder gut. Au�erdem ist es wichtig nicht immer im selben Bereich zu stechen, da die Haut sonst zu sehr belastet wird. Wenn eine Spritze mal erforderlich ist bei Locke, verabreiche ich sie an den Flanken (ist bisher nur 2 x vorgekommen). Ich erhalte Insulin und die Spritzen von Lockes Tierarzt, dieser hat mit mir auch einen Di�tplan f�r Locke gegeben und gef�ttert wird nur zu festen Zeiten, daf�r h�ufiger (wie beim Menschen auch) anfangs bekam ich ein schlechtes Gewissen, wenn ich Locke wecken musste, aber inzwischen ist sie munter, da sie wei� das es etwas gutes zum Fressen gibt. S��e Sachen wie Bananen, Rosinen, Fruchtjoghurt sind nat�rlich tabu f�r sie. Ich gebe hier keine Angaben, von der Insulinmarke, und wie viel ich verabreichen muss, da dies von Maus zu Maus unterschiedlich ist. Typ1 Diabetes: Diesen Beitrag zum Thema Diabetes bei einer Maus erhielt ich von einer befreundeten M�usefreundin und sie hat gesagt, das ich ihn hier ver�ffentlichen darf. In diesem Fall h�ngt die erfolgreiche Behandlung nicht nur vom Tierarzt ab sondern auch von dem M�usehalter, da dieser t�glich Insulin verabreichen muss. Anfangs war es f�r mich sehr schwer, der Maus mit einer Spritze zu leibe zu r�cken, aber mit der Zeit gew�hnt man sich daran. Es ist wichtig, das man das richtige verabreichen einer Spritze vom Tierarzt gezeigt bekommt und dann auch selbst unter der Aufsicht vom Tierarzt durchf�hrt, damit man sich sicherer f�hlt, wenn es dann erstmalig zuhause macht. (Hilft zwar nicht viel, diese Gef�hl wird man so schnell auch nicht los, erst wenn man eine gewisse Sicherheit hat.) Am besten kann man das mit Vitaminpr�paraten erstmalig beim Tierarzt ausprobieren. Unser Tierarzt wusste leider nicht, wie viel Insulin unser kleines M�uschen eigentlich braucht, deshalb ging der Tierarzt von einem Richtwert aus, dieser war zu niedrig. Mit Urinsticks und Beobachtung konnten wir dann feststellen wie viel die Maus ben�tigt. Zuviel oder �auf Vorrat" zu spritzen h�tte sehr schwerwiegende Konsequenzen f�r den Nager, dann w�rde der �Zuckerschock" eintreten, beim Menschen w�rde sich das in Bewusstlosigkeit und Kr�mpfen auswirken. Nach derzeit einmonatiger Behandlung ist bei Susi kein Zuckerschock entstanden und ich bin sehr froh dar�ber. Eine Zuckerl�sung k�nnte den Schockzustand minimieren. Insulinspritzen bekommt man in jeder gew�hnlichen Apotheke. Aber das Insulin zu beschaffen kann sich als Problem erweisen. Der Tierarzt kann ein Privatrezept �ber Insulin (nat�rlich f�r Menschen) ausstellen und damit zu einer Krankenhausapotheke zu gehen. Wenn ich nett frage, ihnen das Rezept zeige, sind die Leute immer sehr freundlich zu mir gewesen und haben mir eine Ampulle aus ihrer Apotheke gegeben. Der Tierarzt sollte ihnen aber helfen k�nnen, regelm��ig an Insulin zu kommen, bzw. m�sste er ihnen ein paar gute Tipps zur Beschaffung verraten k�nnen. Das Insulin sollte auch immer das selbe bleiben, da sich der K�rper daran gew�hnt hat. Auch bei der Typ 1 Diabetes ist die Ern�hrung sehr wichtig, und soll immer geregelt ablaufen, Kuchen oder Schokolade und Eis sind nat�rlich strengstens verboten.
Text:
Doris Heinz
(http://www.nagetiere.at) �2001 Heimtiere-Online.de |