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Die Zusammengew�hnung von Farbm�usen
Die
Vergesellschaftung l�uft generell bei mir immer nach dem selben Muster
ab mit den ein und anderen Ver�nderung... Die
generellen Vergesellschaftungsversuche laufen so ab: Zuerst, die alte
Einstreu (vom Vorbesitzer mitnehmen bez. vom Quarant�nek�fig nehmen,
aber nur wenn alle Tiere im K�fig gesund waren) von den Neuank�mmlingen
in die frische Einstreu mischen. K�fig und K�figinventar m�ssen
sauber sein und sollten nicht nach den bereits "eingesessenen"
Tieren riechen. Danach wird der K�fig getrennt, am besten mit einem
Maschendrahtzaun, der das Knabbern der Tiere aush�lt. Man muss auch
beachten, das die Tiere, das Gitter nicht umwerfen oder sonst irgendwie
auf die andere K�figseite gelangen k�nnen. Glas oder Plastik eignet
sich absolut nicht zum Trennen von Tieren, da sich die Tiere gegenseitig
nicht riechen k�nnen und Plastik auch gerne abknabbern, was nat�rlich
sehr sch�dlich ist f�r die kleinen Racker. Danach
werden die neuen Hausgenossen auf die eine Seite gesetzt und die Gruppe
in die sie integriert werden sollen auf die andere Seite. Jeden Tag
sollte man die Seiten tauschen. Das mache ich eine Woche lang. Danach
nehme ich die aggressivsten Tiere meines bestehenden Rudels heraus
genauso wie das Gitter. Nat�rlich habe ich einen Handschuh an um die
Tiere gegebenenfalls trennen zu k�nnen. Danach warte ich einfach was
passiert, wenn es zu Raufereien kommt passe ich nat�rlich genau auf,
das sich die Tiere nicht verletzen, kommt es aber zu Bei�ereien
schreite ich sofort ein und trenne die Tiere wieder f�r weitere drei
Tage um einen neuen Versuch zu starten. Geht das dann gut, setze ich sch�n
langsam einen friedlichen Nager dazu. Erst ganz zum Schluss setze ich
das "Alphatier" (muss nicht in jeder Gruppe vorhanden sein)
oder die aggressivste der Gruppe dazu. Davor
sollte man aber den K�fig bereits auf die neue Situation vorbereiten,
das hei�t: sauber machen, Sachen wie z. B. eine H�ngematte auskochen,
Klopapierrollen, Seile, sonstiges Papier wegschmei�en usw. Inventar das
man nicht entsorgen kann oder will sollte man auskochen. Die Teile f�r
20 Minuten in einen Kochtopf schmei�en und anschlie�end eine Stunde
ins Backrohr... Inventar das sich nicht auskochen l�sst wie z. B. Laufr�der
aus Plastik, usw. (Plastik ist ungesund f�r die Tiere!) kann man gut
mit Essigwasser abschrubben und verliert auch den rudeltypischen Geruch.
Danach wird der K�fig wieder hergerichtet. Die neuen
Hausgenossen werden zuerst in den zu beziehenden K�fig gesetzt danach
kommt ein Tier nach dem anderen langsam dazu. Wie immer das Alphatier,
falls vorhanden, zuletzt. Ich setze jedes Tier einzeln dazu, damit die
neuen Mitbewohner nicht mehreren anderen Tieren gegen�berstehen und
sich nicht verteidigen k�nnen. Ist ein Kampf ausgefochten, gibt's ein
paar Minuten Verschnaufpause und dann kommt der n�chste Nager dazu.
Sehe ich das die neuen Mitbewohner nicht mehr k�nnen, wird ein bis zwei
Stunden (bis sich die Ersch�pfung legt) ausgesetzt. Es dauert zwar l�nger
beim Vergesellschaften, jedoch gibt es deutlich weniger Verletzungen. Es gibt
mehrere Variationen die man noch hinzuf�gen kann, f�r besonders hartn�ckige
F�lle oder einige M�glichkeiten, die Vergesellschaftung zu verk�rzen
f�r z. B. sehr friedliche Tiere oder einzelnen Nager. Da Nager
sich nur am Geruch identifizieren k�nnen, kann man mit dem Geruchsinn
sehr gut herumtricksen. Eine M�glichkeit ist sie z. B. in Anis�l oder
Apfelessig zu baden. Bitte vorsichtig sein, das nichts in die Augen
kommt (vor allem ist der Essig sehr schmerzhaft), Also bitte immer das K�pfchen
in der H�he lassen. Es bedeutet sehr viel Stress f�r die Tierchen und
sollte daher nur im Notfall angewendet werden. Am besten badet man
gleich die ganze zu vergesellschaftende Gruppe gemeinsam, dann kann man
ihnen ein gemeinsames Sandbad zum Trocknen anbieten, denn da sind sie so
mit sich selbst besch�ftigt, dass das Kennenlernen nebenbei geht.
Danach sollten sie allerdings trotzdem kurzzeitig in einen getrennten K�fig
kommen. Das ist die Methode die ich wirklich nur bei besonders schweren
F�llen zu empfehlen ist, denn durch das nasse Fell kann es leicht zu
Erk�ltungen kommen, auch wenn es mitten im Sommer gemacht wird. Aber
bitte auch NICHT f�hnen. Manchmal
ist es einfacher und auch angenehmer f�r die Nager wenn man sie nur mit
dem "alten" Einstreu einreibt (bitte vorsichtig handhaben, am
besten d�nne Handschuhe anziehen, damit man nicht die
"verpinkelte" Einstreu angreifen muss und auch damit man den
Tieren nicht weh tut, weil man kein Gef�hl mehr durch die Handschuhe
hat). Deos, Haarspray oder sonstige riechenden Sachen nicht verwenden,
da diese giftig sind und wenn sich die Nager dann putzen zu Vergiftungen
kommen kann. Eine
weitere M�glichkeit ist, die Tiere auf einem neutralen Ort das erste
Mal zusammenzuf�hren (z. B. Badewanne oder gemeinsames herumklettern
auf "ihrem" Menschen), ich pers�nlich lege sie immer mit
einer Decke aus, damit die Badewanne nicht zu kalt ist. Die Badewanne
ist optimal, weil sie viel Platz bietet, man kann also ziemlich viele
Tiere so zusammenf�hren und man sie gut wieder reinigen kann. Der
Vorteil einer Vergesellschaftung auf neutralem Boden ist, das niemand
sein Revier beanspruchen kann und man doch schneller einschreiten kann. Andere
Variationen der Vergesellschaftung k�nnen auch ein neues Revier sein.
Man kann z. B. einen neuen K�fig einweihen oder das K�figinventar
umstellen. Hin uns wieder lasse ich die Neuank�mmlinge auch in den
gemeinsamen K�fig �bernachten um so den Geruch zu verstreuen... Allgemeine
Hinweise noch zum Ende: Nicht jedes Tier l�sst sich vergesellschaften,
auch wenn M�use Rudeltiere sind... Nat�rlich soll das jetzt
nicht hei�en, das man nach einem Versuch aufgeben soll und das Tier
alleine lassen soll. Wenn die M�glichkeit besteht, sollte man
vielleicht eine andere Gruppenzusammensetzung �berdenken und es noch
einmal mit mehr Geduld probieren. Geduld ist das A und O einer Zusammenf�hrung.
Am besten w�re es f�r eine Vergesellschaftung einen ganzen Tag (am
besten Wochenende) einzuplanen um den ganzen Tag vor Ort zu sein um bei
Rangeleien rechtzeitig einzugreifen, am besten dicke Handschuhe
bereitlegen um sich keine Bisse einzufangen.
�2001
Heimtiere-Online.de
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