Tumore bei Heimtieren

Tumor (lat., zu tumere "geschwollen sein") ist meist die Bezeichnung f�r eine gutartige oder b�sartige Geschwulst. Tumor ist nicht gleichbedeutend mit Krebs. Krebs entsteht durch unkontrollierten, unnormalen und wuchernden Wachstum von K�rperzellen. Ein Tumor dagegen kann auch anders entstehen, z.B. durch einen Fremdk�rper. Gutartige Geschwulst ist die Bezeichnung f�r jede nicht b�sartige Geschwulst (= Krebs). Eine gutartige Geschwulst breitet sich nicht wild wuchernd aus und w�chst langsamer. Au�erdem bilden sich nicht wie bei der b�sartigen Geschwulst Metastasen (Tochtergeschw�lste). Meist treten Tumore erst bei �lteren Tieren auf. Wird bei einem Tier ein Tumor entdeckt, kann dies, je nach Tierart, verschiedene Folgen haben.



Hunde, Katzen und Frettchen

Aufgrund der Gr��e dieser Tiere, ist es leichter einen Tumor zu erkennen und zu behandeln. Oft lassen sich Tumore operativ entfernen. Generell sind unkastrierte bzw. nicht sterilisierte Tiere gef�hrdeter. Leider nehmen die Tumorerkrankungen (besonders bei Hunden) in letzter Zeit zu, was wohl wie auch beim Menschen u.a. auf die steigende Lebenserwartung durch den medizinischen Fortschritt zur�ckzuf�hren ist.

Kaninchen und gr��ere Nager (z.B. Meerschweinchen und Chinchillas)

Auch bei Kaninchen und gr��eren Nagetieren ist es noch relativ leicht m�glich den Tumor operativ zu entfernen. Bei ihnen hat sich die Gewebeentnahme vor einer Operation zur Untersuchung des Tumors bew�hrt.

Kleinnager

Bei Kleinnagern ist es entsprechend schwerer, Tumore zu erkennen und zu behandeln. Bei Nagetieren treten Tumore besonders bei �lteren Tieren relativ h�ufig auf. Vorausgesetzt der Tumor wird erkannt, ist es schwer zu operieren: da Kleinnager eine Bet�ubung w�hrend einer Operation schwerer verkraften und sie, je nach Lage des Tumors, auch etwas schwerer als gro�e Tiere zu operieren sind, wird oft davon abgeraten. Wird der Tumor jedoch fr�h erkannt und liegt noch dazu "g�nstig" (also nicht an inneren Organen), sollte man nicht lange z�gern und das dann geringe Risiko eingehen. �bersteht das Tier die Operation gut, lebt das Tier vielleicht noch lange Zeit gl�cklich und gesund. Besonders h�ufig kommt Krebs bei Ratten vor, da diese lange Zeit auf Krebsanf�lligkeit hin gez�chtet wurden und leider immer noch werden. Auf die Herkunft der Ratte beim Kauf achten!

Tumor bei Rennmaus Tumor bei Rennmaus
Tumor bei Rennmaus Tumor bei Rennmaus
Wie auch auf dem nebenstehenden Foto, bekommen Rennm�use relativ h�ufig Tumore an der Bauchdr�se. Oft erkennt man dies zwar recht fr�h, eine Behandlung lehnen aber viele Tier�rzte dennoch ab, trotz der eigentlich erstaunlich hohen Heilungschancen.
Der Gesundheitszustand der Tiere sollte dann regelm��ig �berwacht werden, meist dauert es noch lange Zeit, bis die Tiere selbst Probleme mit den Tumoren bekommen (und viele von ihnen sterben vorher an Altersschw�che).

V�gel

Am h�ufigsten bei V�geln kommen Tumoren am Bauch, der Leber oder an den Nieren vor. Das Risiko einer operativen Entfernung ist bei V�geln sehr gro�.

Tumore bei Reptilien und Amphibien

Oft ist es bei poikilothermen*) Tieren noch schwerer, einen Tumor zu diagnostizieren, da Pilze, Bakterien oder Parasiten zu sehr �hnlichen Krankheitsbildern f�hren k�nnen. Auch bei diesen Tieren ist die �berlebenschance umso h�her, je eher ein Tumor erkannt wird. Da Reptilien und Amphibien still vor sich hin leiden, bringen die meisten Besitzer die Tiere erst sehr sp�t zum Tierarzt. Die Therapiemethoden m�ssen je nach Tier- und Tumorart mit dem behandelnden Tierarzt durchgesprochen werden. Einige Tumorarten lassen sich abschn�ren oder operativ entfernen. Borkengeschw�lste heilen gelegentlich sogar selbst ab. Ein Therapieerfolg bei Tumoren an inneren Organen sowie eine Heilung durch Bestrahlung von Tumoren ist nicht bekannt.

Auch Fische k�nnen von Tumoren befallen werden. Leider sind mir hierzu keine n�heren Angaben bekannt. Ich w�rde mich freuen, wenn ich zum Thema Tumore (und auch sonstiges �ber Gesundheit) Mails bekommen w�rde, um auf dem laufenden zu bleiben.

*) Poikilotherme Tiere sind Tiere, die nicht oder nur teilweise ihre K�rpertemperatur konstant halten k�nnen, da sie einen Gro�teil der ben�tigten W�rme aus ihrer Umgebung beziehen.

Nach einer Operation wird der Tierarzt die Untersuchung des Tumors veranlassen. Stellt sich heraus, da� dieser b�sartig ist, mu� das Tier regelm��ig untersucht werden, um sicherzustellen, da� sich keine Metastasen gebildet haben. Da in Sachen Tumorbildung auf dem Gebiet der Hom�opathie noch einiges erforscht werden mu�, sollte dazu der Tierarzt befragt werden.
Verdickungen unter der Haut, das Hervortreten einer Geschwulst oder sonstige Auff�lligkeiten sollten sofort dem Tierarzt gezeigt werden. Je fr�her ein Tumor erkannt wird, desto besser kann er behandelt werden. Der Tierarzt wird dann die richtige Behandlungsmethode festlegen. Wird ein Tier durch einen Tumor stark behindert und hat offensichtlich keine Lebensfreude mehr, sollte es der Tierarzt von seinem Leiden erl�sen. Gl�cklicherweise sind Tumore oft gutartig, breiten sich also nicht unkontrolliert aus.

Sabine Gehrsitz

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