Einzelg�nger Katze?

Im Gegensatz zum Hund gilt die Katze als der Einzelg�nger schlechthin. W�hrend der Hund sich eng an seinen Menschen schlie�t, glaubt man von der Katze, sie ziehe es vor, alleine unterwegs zu sein.
Dies ist jedoch nur bedingt richtig. In freier Natur schlie�en sich die Gro�katzen zu Rudeln zusammen, es wird im Familienverband gejagt und gelebt. F�r die domestizierte Katze gilt, da� der Mensch nicht mehr nur als Futterspender dient. Da man in letzter Zeit sehr darum bem�ht war das geheime Leben der Katzen zu ergr�nden, ist immer deutlicher geworden mit welch vielf�ltigen Mitteln die Samtpfoten ihrem Menschen ihre Gef�hle mitteilen.
Sowohl ein freundlich aufgestellter Schwanz zur Begr��ung als auch das Schnurren sind nur zwei der vielf�ltigen Kommunikationsm�glichkeiten der Katze. Bei der Beobachtung wildlebender Katzen ist aufgefallen, da� sich die Tiere in Gruppen zusammenschlie�en. Von einzelg�ngerischem Leben kann somit keine Rede sein. Das Zusammenleben der Katzen ist, wie in allen Gruppen, von einer Rangordnung bestimmt. Dies kann man oft beobachten.
F�r berufst�tige Menschen ist es ideal, sich zwei Katzen zu halten. Den Tieren wird nicht langweilig, zu zweit f�llt ihnen nat�rlich mehr ein als allein. H�lt man mehrere Katzen, ist es f�r das Zusammenleben der beiden einfacher, wenn es sich um Geschwister handelt. Eine bisher einzeln gehaltene Katze an einen Gef�hrten zu gew�hnen kann Probleme bereiten.
Selbst wenn zwischen den beiden keine ernsthaften K�mpfe stattfinden, kann das gemeinsame Leben eher von Stre� gepr�gt sein als von Spiel und Spa�.
Im Rahmen einer Tierschutzferienwoche f�r Kinder besuchte ich mit meiner Gruppe eine Verhaltenstherapeutin f�r Haustiere. Ein M�dchen schilderte der Frau das scheinbar seltsame Verhalten einer ihrer beiden Katzen. Das Tier jage st�ndig den eigenen Schwanz.
Auf die Frage der Therapeutin, wie die beiden Katzen miteinander umgingen, erkl�rte das M�dchen begeistert, sie spielten immer zusammen, seien die besten Freunde. Das Spiel bestehe aus Verfolgungsjagden. Sie wurde darauf hingewiesen, da� dieses scheinbare Vergn�gen f�r eine der beiden Katzen durchaus Stre� bedeuten k�nne.
Bei anderen Katzen in meiner Umgebung verh�lt es sich �hnlich. Ein Kater war zuerst da, die sp�ter hinzugekommene Katze wird sozusagen gemobbt sobald die Besitzer l�nger au�er Haus sind, z.B. im Urlaub. Nat�rlich werden die Tiere in dieser Zeit von Nachbarn betreut. Das geht soweit, da� die unterlegene Katze oft f�r diese Zeit verschwindet und erst mit R�ckkehr ihrer Leute wieder einzieht.
F�r die sogenannten Katzenfreunde, die zehn oder mehr Tiere auf engem Raum halten, kann man kein Verst�ndnis haben. Wie oft m�ssen Tierschutzvereine Katzen aus v�llig verwahrlosten Wohnungen befreien. Diese Art der Rudelhaltung hat mit Tierliebe nichts mehr zu tun.
Fazit: Die meisten Heimtiere freuen sich �ber Artgenossen, gewisse Grenzen sollten bei einer Mehrfachhaltung nicht �berschritten werden.

Carolin Dieterichs

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