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Dominante Hunde
Im folgenden m�chte ich insbesondere auf das Problem der dominanten Hunde eingehen, die durch
ihr Verhalten ihre Besitzer oftmals zur Verzweiflung bringen.
So mu�te schon manch ein Hundehalter der Tatsache ins Auge sehen, da� sein Tier die es umgebende
Familie durch seine Unarten terrorisiert oder schlimmstenfalls sogar attackiert.
Wie kommt es dazu? Wird doch jede Rasse als treu und anh�nglich gepriesen. Entwickelt sich das
putzige Wollkn�uel jedoch zum Tyrannen, ist die Entt�uschung gro�. Handelt es sich um einen
Kleinhund, kann der Halter das Verhalten des Tieres durch seine eigene k�rperliche �berlegenheit
kompensieren, er findet sich mit dem w�st hochspringenden und die kleinen Z�hnchen in die zur
Fellpflege dienende B�rste grabenden Hund ab.
Bei einem Sch�ferhund sieht die Sache anders aus.
Dabei begeht der Hund aus seiner Sicht gar keinen Fehler. Sein Mensch ist anscheinend nicht in
der Lage das Rudel zu leiten, also �bernimmt er selbst die F�hrung.
Nun ist es eventuell hilfreich, einen Blick auf die Strukturen der Wolfsrudel zu werfen.
Das Rudel ist auf seine festen Sozialstruktur angewiesen. Es wird im Team gejagt und gelebt.
Das rangh�chste Alpha- P�rchen leitet das Rudel, der Rest sind die sogenannten Helfer. Die
Rangordnung ist festgelegt und somit sind keine st�ndigen K�mpfe notwendig.
Auch unser Hund soll die Rolle des Helfers haben. Er ist zufrieden, wenn er einen festen Platz
im Familienrudel innehat. Dieser wird vom ersten Tag an festgelegt. Manch einer meint, er m�sse
seinen Hund nun mit lautstarken Befehlen kommandieren, ihn unterwerfen, zeigen, wer der Herr
im Hause ist.
Abgeschreckt durch derartig antiquierte Erziehungsmethoden wird die Erziehung ganz unterlassen.
Das arme Tier soll seine Freiheit haben. Ein solcher Rudelf�hrer, der keine Leitlinien vorzugeben
wei�, genie�t in den Augen des Hundes keine Achtung. Das Tier f�hlt sich verpflichtet, die
F�hrung zu �bernehmen.
Nun gibt es aber unterschiedlich veranlagte Hunde.
Die sanftm�tigen Seelchen, die auf jedes lauter gesprochene Wort hin zusammenzucken und die
anderen, die nach Schwachstellen bei ihrem Menschen suchen und die F�hrungsposition sofort f�r
sich beanspruchen. Im Babyalter lassen sie beim Wegnehmen von Spielzeug erste Knurrt�ne h�ren,
die Fellpflege wird zum Kampf. Es gilt, sich in einem solchen Fall konsequent durchzusetzen.
Es mu� selbstverst�ndlich nicht gleich dazu kommen, da� der Hund zubei�t. Erste Anzeichen von
Dominanz k�nnen bereits permanente Spielaufforderungen seitens des Hundes sein. Besonders
wilde Zerrspiele steigern Machtanspr�che und sind nicht f�r alle Hunde zu empfehlen.
Dr�ngt sich der Hund immer als erster durch die T�r, fordert st�ndig Futter ein und hat das
Sofa zu seinem Privatbesitz erkl�rt, ist Umdenken angesagt. Eine Vermenschlichung des Tieres,
f�r das jegliche Erziehung angeblich einer Qu�lerei gleichkommt, ist nicht angebracht.
Im Gegenteil, der Hund ist um so gl�cklicher in seinem Rudel, wenn er wei�, wohin er geh�rt.
Brutale Erziehungsmethoden und permanente Unterordnung sind, wie schon erw�hnt, unn�tig.
Wie aber am besten vorgehen?
Zun�chst einmal sollte der Besitzer klare Regeln aufstellen. Der Mensch startet ein Spiel und
beendet es auch. Bei besonders dominanten Hunden kann es erforderlich sein auf einem Absitzen
vor T�ren zu bestehen, bevor diese f�r Vergn�gen im Garten ge�ffnet werden. Wohlgemerkt ist eine
solche Situation von dem Verhalten eines nicht dominanten Tieres zu unterscheiden, welches einfach
nur in den Garten m�chte. In diesem Fall Erziehungs�bungen zu fordern ist absolut unn�tig.
Wie es jedoch so sch�n hei�t: Wehret den Anf�ngen! Wer Macho- Gehabe bereits im Welpenalter
erkennt und in die richtigen Bahnen leitet, hat einen angenehmen Hausgenossen, der voll
Selbstbewu�tsein mit seiner geliebten Familie durch dick und d�nn geht.
Carolin Dieterichs
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