H�ftgelenksdysplasie bei Hunden

Da� unsere Hunde oft Gefahr laufen, Opfer menschlicher Trendvorstellungen zu werden, ist bekannt. Der stark abfallende R�cken des deutschen Sch�ferhundes ist nur ein Beispiel daf�r. Sowohl auf einen bestimmten Rassestandard hin gez�chtete Hunde wie auch ein gro�w�chsiger Mischling haben manchmal leider eins gemeinsam: Die H�ftgelenksdysplasie, kurz HD genannt.

Der eiernde Gang eines Hundes kann oft ein Hinweis auf diese Krankheit sein. Der Gelenkkopf befindet sich nicht richtig in der Gelenkpfanne, das Gelenk ist somit instabil. Gro�w�chsige Rassen sind besonders gef�hrdet an HD zu erkranken. Wie bei allen Merkmalen kommt hier die Vererbung ins Spiel. Ein guter Z�chter achtet auf HD-freie Elterntiere.

Was kann man selbst tun um die Entwicklung seines Hundes optimal zu beeinflussen? Zun�chst spielt die Ern�hrung eine gro�e Rolle. Mineralstoffe in der richtigen Zusammensetzung, um das Knochenwachstum zu unterst�tzen. Was den Auslauf des im Wachstum befindlichen Hundes betrifft, mu� beachtet werden, ob der Hund an einer H�fterkrankung leidet oder nicht, wenn ja, in welchem Ma�e. W�hrend nur leicht erkrankte Tiere meist ohne Einschr�nkungen bewegt werden k�nnen, ist bei mittlerer Schwere �berforderung zu meiden. Der ehrgeizige Besitzer, der mit seinem Hund eine sportliche Karriere plante, mu� um der Gesundheit seines Hundes willen darauf verzichten. Ist die gesundheitliche Beeintr�chtigung jedoch so gro�, da� das Lauftier Hund seinem Bewegungsdrang nicht mehr nachgeben kann, mu� im schlimmsten Fall die Einschl�ferung erfolgen. Das sollte jedoch nur in wirklich ausweglosen F�llen die letzte L�sung sein, um dem Hund unn�tigen Schmerz zu ersparen. Auch in der Tiermedizin ist man soweit, k�nstliche Gelenke und Gelenkpfannen einzusetzen. Diese Operation wird inzwischen oft durchgef�hrt. Bei meiner T�tigkeit als Gassigeher im Tierheim wurde ich mit zwei solcher F�lle konfrontiert.
Lotte, eine Sch�ferh�ndin, litt unter starker HD. Ihr R�cken fiel fast senkrecht ab und die Hinterbeine sahen aus, als liefen sie eigenst�ndig und ohne Verbindung zum restlichen K�rper hinterher. Der Hund war, des mangelndes Auslaufs wegen einem geladenen Pulverfa� gleich. Da� der ohnehin schon mangelnde Auslauf eines Tierheimhundes bei Lotte noch dazu ihrer Krankheit wegen auf eine halbe Stunde reduziert wurde, trug nicht gerade zur Besserung ihres Zustands bei. Lotte hatte jedoch Gl�ck. Es bestand die M�glichkeit, ihr ein neues Gelenk einzusetzen.
Pascha, ein t�rkischer Hirtenhund, hatte da schon weniger Gl�ck. Stark erblich vorbelastet und noch im Wachstum, stelzte er steifbeinig dahin und zu operieren war nicht m�glich, da die Gelenkpfanne fehlte. Pascha wurde eingeschl�fert, um diesem gro�en Hund ein Leben in st�ndigem Schmerz zu ersparen.

Zum Gl�ck achten die meisten Z�chter auf gesunde Elterntiere. Die skrupellosen Massenvermehrer bedienen sich jeder Rasse, die in Mode ist. Auf Gesundheit wird fast kein Wert gelegt. Die Hunde m�ssen es ausbaden.

Carolin Dieterichs


�2001 Heimtiere-Online.de