Verantwortungsvolle Hundehaltung?

Als Hundebesitzer in einer Gro�stadt versteht es sich von selbst, da� man nicht nur von Gleichgesinnten umgeben ist. Gerade in letzter Zeit scheint es, als w�rde sich die Zahl derer, die einen generellen Leinenzwang bef�rworten, vergr��ern. Bevor man als Hundebesitzer emp�rt aufschreit, sollte man sich vergegenw�rtigen, da� in den eigenen Reihen so manches schwarze Schaf sitzt.

Es ist noch keine 14 Tage her, da berichteten die Tageszeitungen ausf�hrlich �ber folgenden Fall: Eine Frau war mit ihrem freilaufenden Rottweiler unterwegs und traf auf einen ebenfalls freilaufenden Mischling. Der Rottweiler attackierte den Mischling, woraufhin dessen Besitzerin ihn auf den Arm nahm, um ihn zu sch�tzen. Daraufhin wurde sie selbst von dein Rottweiler angegriffen. Das ganze endete mit dem Tod des Mischlings.

Die Besitzerin des Rottweilers ging unger�hrt von dannen und suchte ein Lokal auf. Als die Polizei ihr wenig sp�ter folgte, wurde sie von dem w�tenden Hund ebenfalls attackiert. Der Wirt des Lokals erwischte den Hund gerade noch am Halsband.

Das Verhalten solch verantwortungsloser Menschen ist nicht nachvollziehbar. Sie sorgen daf�r, da� sich die Stadt schlie�lich gen�tigt f�hlt, Ma�nahmen zu ergreifen um sowohl ihre B�rger als auch deren Hunde vor solchen Vorf�llen zu sch�tzen. Ob das nun auf den unsinnigen Leinenzwang f�r Hunde bestimmter Gr��e oder das Verbot bestimmter Rassen hinausl�uft, spielt keine Rolle. Mit hineingezogen werden wiederum diejenigen, die ihre wesensfesten und gesunden Hunde artgerecht halten und ausbilden.

Es spricht nichts dagegen, wenn jemand zu seinem Hund steht. Selbst wenn dieser gegen�ber anderen Tieren und sogar auch Menschen aggressiv ist. Nur hat der Besitzer daf�r zu sorgen, da� sein Hund f�r Andere nicht zur Gefahr werden kann. Immer wieder sind es Leute mit niedrigem Selbstwertgef�hl, die bewu�t andere Menschen erschrecken m�chten.

Sei es nun der deutlich alkoholisierte Mann, der seinem noch tapsigen Rottweilerwelpen den Befehl erteilt zu bei�en oder ein Jugendlicher, der voller Stolz einen Riesenschnauzer f�hrt, der schon mit einem Stachelhalsband versehen ist und den er kaum halten kann. Dieser Jugendliche hetzt seinen Hund zum Spa� hinter anderen Jugendlichen her. �ber den kleinen Rottweiler l�cheln die Leute noch. Sp�ter sieht die Sache anders aus. Diese Menschen m�gen ihre Probleme haben, aber ihnen wird von ihren Mitmenschen auf diesem Weg kaum geholfen werden. Wo die Hunde eigentlich ihre Eigenschaft als Gef�hrten erf�llen sollten, werden sie zu Werkzeugen f�r das Imponiergehabe des Einzelnen.

Die erw�hnten Beispiele sind keinesfalls fiktiv, beides hat sich tats�chlich ereignet. Es bleibt nur zu hoffen, da� unsere �mter und Beh�rden Einzelf�lle genau pr�fen und nicht vergessen, da� die meisten Hundehalter sich ihrer Verantwortung bewu�t sind.

Carolin Dieterichs


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