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Die richtige Ern�hrung f�r den Hund: Mineralstoffe
Als vor langer Zeit die Domestizierung des Hundes begann, bot das
vorherrschende Nahrungsangebot keinen Anla�, sich Sorgen um die
richtige Auswahl zu machen: Fleisch wurde vom Hund in Zusammenarbeit mit
dem Menschen erbeutet und redlich geteilt. Sp�ter dann kamen die Scho�h�ndchen
der feinen Gesellschaft in den Genu�, H�ppchen von der k�niglichen
Tafel zu ergaunern. Ob diese ihr Leben verl�ngert haben, ist fraglich.
Noch heute blickt der Besitzer des durchtrainierten schlanken
Sporthundes mitleidig auf manchmal �bergewichtige kleinere Vertreter
der Spezies Hund. Doch kann jeder Hundebesitzer guten Gewissens
behaupten, seinen Vierbeiner art- bzw. typgerecht zu ern�hren?
Zun�chst einmal hat der Organismus des Hundes, wie jedes Lebenswesens,
einen sogenannten Grundumsatz, um lebenswichtige Funktionen wie z.B. K�rpertemperatur
und Verdauung zu erhalten. Au�erdem kommt es darauf an, ob der Hund
anspruchsvolle Aktivit�ten, z.B. Ausdauerleistungen, zu erbringen hat.
Doch dazu sp�ter mehr.
Zun�chst m�chte ich auf einige wichtige Mineralstoffe eingehen, die im
Futter enthalten sein sollten: Calcium, Magnesium und Eisen. Das Calcium
ist, wie beim Menschen auch, ein wesentlicher Bestandteil von Knochen
und Z�hnen und somit verantwortlich f�r die Stabilisierung des
Skeletts. Aber auch die Funktionen der Nerven und Muskeln h�ngt von
einer ausreichenden Calciumzufuhr ab.
Aber Vorsicht: wachsende Hunde, deren Skelett sich im Aufbau
befindet und s�ugende H�ndinnen haben einen h�heren Bedarf an diesem
Mineralstoff. Dagegen darf ein ausgewachsener Hund mit Calcium nicht �berversorgt
werden. Ein Zuviel kann schlimmstenfalls zu gr��eren Skelettproblemen
f�hren.
Calcium und Phosphor sollten im Futter im Verh�ltnis von 1:1 bis 2:1
enthalten sein. Knochen als Futtermittel, sowie Milchprodukte enthalten
einen hohen Anteil an Calcium. Getreide, Fleisch und Fett im Gegensatz
dazu eher wenig.
Unverzichtbar f�r die Funktion von Muskeln und den Energiestoffwechsel
ist das Magnesium. Knochen, Fleisch und Weizenkleie helfen dabei, den
Bedarf zu decken. Ein mit Magnesium unterversorgter Hund kann unter
Muskelkr�mpfen und Zittern leiden. F�r Hunde, die sportliche Leistung
erbringen, trifft dies im Besonderen zu. Jeder Hundebesitzer, der mit
seinem Hund zusammen Sport betreibt, wei� wie wichtig Magnesium f�r
die eigene Muskulatur ist. F�r den Hund gilt: Die Quantit�t bestimmt
die Qualit�t, eine �berf�tterung mit Magnesium kann Durchfall ausl�sen.
Blut, der sprichw�rtliche Lebenssaft, ist in seiner Bildung von einer
ausreichenden menge Eisen abh�ngig. Mit Hilfe des roten Blutfarbstoffs
regelt Eisen den Sauerstofftransport. Hochtr�chtige H�ndinnen und
solche, die gerade Welpen s�ugen, sind auf erh�hte Eisenzufuhr
angewiesen. Blutarmut und ein geschw�chtes Immunsystem k�nnen
Anzeichen einer Unterversorgung mit Eisen sein. Andere Spurenelemente
und Eisen beeinflussen sich gegenseitig in ihrer Wirkung. Daher ist eine
genaue, bzw. ausgewogene Zufuhr wichtig. Leber, Haferflocken, Leinsamen
und Spinat sind Garanten f�r eine ausreichende Versorgung mit diesem
blutbildenden Mineralstoff.
Da es immer einmal vorkommen kann, da� der Hund sich erbricht, ist es
wichtig zu wissen, da� es im Verlauf einer l�ngerfristigen Erkrankung
zu gr��eren Verlusten an Natrium kommen kann. Es besteht die Gefahr
der Austrocknung. Dem Hund kann Natrium mit Hilfe von K�se, Fleischbr�he
und leicht gesalzenen Lebensmitteln zugef�hrt werden. Steht immer
ausreichend Wasser zur Verf�gung, kann es zu keiner �berversorgung
kommen, da Natrium �ber die Nieren wieder ausgeschieden wird.
Anders ist dies im Falle erh�hter Zufuhr von Jod. Als die Schilddr�se
beeinflussender Stoff beg�nstigt ein �berschu� die Bildung eines
Kropfes. Je nach Bedarf empfiehlt sich die Gabe jodreicher Futtermittel
wie z.B. Fisch oder die Zugabe von jodiertem Speisesalz. Dies ist jedoch
nur w�hrend der Wachstumsphase notwendig.
Entdeckt der Hundebesitzer im Fell seines Tieres die ersten grauen
Haare, mu� das keine Alterserscheinung sein. Ein Mangel an Zink kann
derartige Symptome herbeif�hren. Zink ist ein wichtiger Bestandteil des
Enzymsystems im Organismus des Hundes. Bauchspeicheldr�se und Skelett
sind vorrangige Stelle, an denen Zink gespeichert wird. Die Gefahr einer
�berversorgung ist in diesem Falle von keiner ma�geblichen Auswirkung.
Wie bei anderen Stoffen auch ist das Motto "Viel hilft viel"
jedoch nicht zu empfehlen. Eigelb, Leinsamen und Leber sind reichhaltige
Zinklieferanten. F�ttert man diverse Getreidesorten, kann die Verdauung
von Zink verhindert werden.
Dem Hundebesitzer stellt sich nun die Frage: Wieviel Energie braucht
mein Hund wirklich? Ein Schlittenhund, der im Wettkampf eingesetzt wird
und ein an der Herde arbeitender H�tehund haben selbstverst�ndlich
einen h�heren Bedarf. Fette als sehr hohe Energietr�ger bieten sich
jedoch eher f�r Ausdauerleistung en. Ein Hund, der �berwiegend
sprintet, sollte eher mit Kohlehydraten versorgt werden. Diese sind in
ihrer Energie n�mlich am schnellsten abbaubar. Doch was, wenn der Hund
Bewegung nicht so sehr zugetan ist und einige Kilo zuviel auf die Waage
bringt? Die Zufuhr des Futters ist genau zu �berwachen. Lieber einmal
eine M�hre als Knabberspa� zwischendurch anbieten. Die allseits
beliebten Kauknochen stellen n�mlich ein unn�tiges Extra an Energie
dar, das bald zur Entwicklung gr��erer oder kleinerer Speckpolster
beitr�gt.
Wer seinen Hund liebt, ern�hrt ihn gesund. Die Zeiten, als unserer
Vierbeiner nur als M�llschlucker �berlebten, sind zumindest in unseren
Breiten gl�cklicherweise vorbei.
Ein Blick in den Futternapf des Hundes
Die Zeiten, in denen unsere Hunde von �brig gebliebenen Tischresten bzw.
Abf�llen ern�hrt wurden ist zum Gl�ck vorbei. Heute verhilft Chappi
zum ganzen Kerl und Cesar wird h�chsten Anspr�chen kleiner Hundem�gen
gerecht. Manch einer wei� �berhaupt nicht mehr, was er seinem Hund zu
fressen geben soll und was nicht.
Grunds�tzlich gilt: Das handels�bliche Dosenfutter ist nicht das
Schlechteste. Meist ist es so abgestimmt, da� alle n�tigen N�hrstoffe
enthalten sind. Mittlerweile gibt es ja f�r jedes Lebensalter das
passende Futter. Welpenfutter, Seniorenfutter, Energiefutter f�r den
sportlichen Hund. M�chte man das Futter selbst zubereiten, ist es
wichtig, kein rohes Fleisch zu verf�ttern. Darin lauern noch gef�hrliche
Krankheitserreger, die erst durch Kochen abget�tet werden. Auch der
beliebte Knochen (ohne den der Hund in Comics und Serien nicht
vorstellbar ist) kann zur Gefahr werden, da absplitternde St�cke
dem Hund im Rachen steckenbleiben k�nnen und dort schlimme Verletzungen
ausl�sen. Besteht dennoch Bedarf an in Knochen enthaltene
Mineralstoffen, kann auf Knochenmehl zur�ckgegriffen werden, das in
Tierhandlungen erh�ltlich ist und unter das Futter gemischt wird.
Nun m�chte ich noch auf die F�tterung von Junghunden eingehen. Gerade
hier spielt Kalzium f�r den Knochenaufbau eine wichtige Rolle. Der
Bedarf an Kalzium sowie auch an Phosphor sollte durch das Futter gedeckt
sein. W�hlt man die im Handel erh�ltlichen Pr�parate speziell f�r
wachsende Hunde, ist der Kalziumbedarf meist gedeckt. Im Dosenfutter
sollte der Kalziumgehalt bei 0,4% liegen. Grunds�tzlich sollte mehr
Kalzium als Phosphor enthalten sein. F�ttert man eigene Mischungen aus
Pansen, Fleisch und Getreideflocken, ist eine Mineralstofferg�nzung
notwendig. Ein Beispiel f�r eine selbstgemischte Ration w�re: 70% Pansen,
28% Haferflocken und 2% Pflanzen�l. Diese Mischung deckt den
Energie- und Eiwei�bedarf im 1. Lebensjahr. Dazu wird ein
vitaminangereichertes Mineralfutter gegeben mit einem Kalziumgehalt von
20 bis 25%.
Carolin
Dieterichs �2001 Heimtiere-Online.de
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