Hundehaltung und Berufst�tigkeit

Langhaardackel Trixi Langhaardackel Trixi
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Wohl die meisten von uns m�ssen tags�ber einer geregelten T�tigkeit nachgehen. Was f�r manche Menschen blo� Alltag ist kann f�r Tierhalter, insbesondere Hundebesitzer, zum Problem werden. W�hrend die Besitzer einer oder besser zwei Katzen eher beruhigt das Haus verlassen k�nnen, m�ssen sich Hundefreunde um freiwillige Helfer bem�hen, die das Tier nach drau�en f�hren und ihm auch sonst ein wenig Gesellschaft leisten.

Im Idealfall ist der Arbeitsplatz bzw. der Chef hundefreundlich eingestellt und der Vierbeiner kann mit zur Arbeit. Dies ist jedoch leider eher selten der Fall. Nat�rlich spielt auch hier wieder die Gr��e des Hundes eine Rolle und die Halter gro�er Hunde sind (wie auch leider sonst manchmal) oft im Nachteil. Beispielhafter Vorreiter f�r einen tierliebenden Arbeitsplatz ist ein erst k�rzlich in einer Fachzeitschrift portraitierter Betrieb dessen Angeh�rige vom Chef bis zu den Abteilungsleitern allesamt Hundehalter sind. Die Tiere kommen mit ins B�ro und es handelt sich nicht etwa um kleine Hunde. Vertreten sind alle Variationen vom Neufundl�nder des Chefs bis zum Rottweiler der Angestellten. Die Hunde helfen sogar bei der Arbeit indem sie Aktenordner tragen. In den Pausen toben sie zusammen herum. So etwas wird man selten finden.

Besitzer von kleinen Rassen wie dem Yorkshire Terrier und dem Jack Russell k�nnen, wie schon gesagt, ihre Tiere oft mitnehmen. Vorausgesetzt diese sind gut erzogen. Alleinlebende Hundehalter stehen vor noch gr��eren Problemen. W�hrend bei Ehepaaren manchmal einer der zwei zu Hause ist und auch einmal im Krankheitsfall den Hund versorgen kann, ist ein Single auf Hundesitter und hilfsbereite Nachbarn angewiesen. Den ganzen Tag au�er Haus zu sein und den Hund nur am Abend sehen zu k�nnen mu� man in Kauf nehmen.

Eine Verwandte von mir stand vor genau denselben Problemen. Ihre Pudelh�ndin ist mittlerweile stolze zw�lfeinhalb Jahre alt und mu� mit dem monatlichen Nachtdienst ihrer Besitzerin zurechtkommen. Seit die H�ndin alt ist bleibt sie nachts nicht mehr gerne allein. Was also tun? Es ist zu bef�rchten, da� die H�ndin nachts heult und die anderen Mieter um ihren Schlaf bringt. Zum Gl�ck fand sich eine hundeliebende �ltere Dame, bei der die Pudelh�ndin die Nacht verbringt und morgens abgeholt wird. Sie ist so an den Rhythmus ihres Frauchens angepa�t, da� sie sich nach dem morgendlichen Spaziergang nicht mehr meldet, bis es nachmittags wieder Zeit zum Aufstehen ist. Nat�rlich ist auch der Hund froh wenn diese Phasen wieder vorbei sind, obwohl sie die �ltere Dame liebt und begeistert zu deren Wohnung st�rmt.

Doch nicht nur Berufst�tige k�nnen von diesen Problemen betroffen sein. Schon Studenten sind darauf angewiesen, da� ihr Hund m�glichst unkompliziert ist, um in die Hochschule mitgenommen werden zu k�nnen. Denn wenn sonst niemand daheim ist oder der Hund vielleicht nicht alleine bleibt gibt es oft keine andere M�glichkeit. In meinem Studiengang werden so manche Hunde mitgenommen, wobei die Dozenten sehr zuvorkommend sind und sich auch �ber ein gelegentliches Bellen nicht aufregen.

Eine schwarze Mischlingsh�ndin, die fast jeden Tag mit ist, eignet sich in meinen Augen weniger f�r den t�glichen Betrieb einer Fachhochschule. Zumindest m��te mit ihr gearbeitet werden damit sie lernt, mit den vielen Menschen zurechtzukommen. Die H�ndin ist eher unsicher was sich im Anbellen ihr suspekter Menschen ausdr�ckt. Sie l��t sich zwar irgendwann streicheln, knurrt aber m�nnliche Studenten manchmal an oder f�hrt bellend hoch wenn Unruhe im Saal entsteht. Auch zu sp�t kommende Zuh�rer m�ssen damit rechnen, angebellt zu werden. Nat�rlich sind nicht alle Studenten Hundefreunde und vermehrt wurden schon Beschwerden �ber den Hund laut. Ehrlich gesagt finde ich das auch nicht in Ordnung. Die H�ndin kann nichts daf�r, aber wie gesagt sollte ihre Besitzerin entweder eine Betreuungsm�glichkeit finden oder am Verhalten ihres Tieres etwas zu �ndern versuchen.

Obwohl ich selbst noch daheim wohne, kommt der Schritt zur Hundehaltung auch bei mir aus Zeitgr�nden nicht in Frage. Da ich f�r mich selber eher ein Anh�nger mittelgro�er und gro�er Hunde bin, w�rde dies zum Problem. Das Tier braucht seinen Auslauf und k�nnte nicht den halben Tag im H�rsaal verbringen. Erst, wenn die Umst�nde einmal stimmen, sollte man sich zu einem Hund entschlie�en.

Carolin Dieterichs

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