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Da sich viele
von uns wieder einen Reisebericht w�nschten und diese f�r uns auch immer
sch�ne Erinnerungen sind, gibt es hier unser n�chstes �Abenteuer� ;-). Der
Reisebericht ist noch nicht ganz fertig und wird in jedem Fall noch mit
allgemeinen Infos und Bildern erg�nzt bzw. manches ausgebessert!
Los ging es
nach Australien am 15.08.05. So aufgeregt wie vor dieser Reise war ich
wirklich schon lange nicht mehr!
Wir starteten daheim um 12 Uhr und flogen mit Emirates um 15:45 in M�nchen
ab, kamen mitten in der Nacht in Dubai an und hatten dort (�brigens bei 37
�C) l�ngeren Aufenthalt, wegen Krankheit eines kleinen Jungens flogen wir
zudem sp�ter als geplant ab. Wir kamen dann in Perth nach �ber 20 Stunden
Reise um 18 Uhr Ortszeit an (Deutschland liegt um diese Jahreszeit 6
Stunden hinter Western Australia).
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Auf dem
Flug nach Dubai |
Dubai Airport |
Perth und
Umgebung
Der Empfang in Australien war nicht gerade herzlich. Es war richtig kalt,
windig, schon dunkel und noch dazu sch�ttete es. Unsere M�digkeit tat den
Rest dazu und so wollten wir eigentlich nur noch ins Bett. In Perth hatten
wir bereits ein g�nstiges Hotel ausgesucht und waren wirklich froh darum,
nicht noch etwas finden zu m�ssen.
Auch der erste Tag war nicht wirklich das, was man sich unter einem
Traumurlaub in Australien vorstellt. Es sch�ttete fast den ganzen Tag lang
und �berall liefen "Aussies" mit Schal und Handschuhen herum. Ich kaufte
mir erstmal noch einen warmen Pulli dazu... Wir verbrachten den ersten Tag
in der Stadt, guckten uns ein wenig um und f�r immerhin knappe 2 Stunden
war auch mal die Sonne da. Dennoch faszinierte mich schon auf dem Weg zum
"CAT" (ein kostenloser Bus, von dem drei Linien in Perth fahren), dass
direkt �ber einen in den B�umen die buntesten Papageien sa�en!
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Regenwetter in Perth |
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Ein
Dater (Schlangenhalsvogel) mit Beute am Hafen von Perth |
Blick
auf Perth |
Am n�chsten Tag war es zwar auch sehr kalt, aber zumindest deutlich
besseres Wetter. Nachdem wir den Ausflug in den Kings Park aufgrund der
K�lte vor Ort wieder strichen, beschlossen wir in den Zoo von Perth zu
fahren. Dieser liegt auf der anderen Seite des Swan Rivers, den wir mit
einer F�hre �berquerten. Uns hat der Zoo sehr gut gefallen und im Bereich
"Australien" kam dann auch richtig das Gef�hl r�ber, "da" zu sein ;-)
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Kein
Australier - aber er war sooo s�� (Erdm�nnchen) |
Koalas.... |
.... und
K�ngurus stehen dagegen eindeutig f�r Australien! |
Besonders hatte ich mich schon die ganze Zeit auf Rottnest Island gefreut.
Diese Insel in der N�he von Perth erreicht man mit einer F�hre, wir
brauchten ca. 1 1/2 Stunden hin. Die erste gro�e �berraschung sahen wir
noch unterwegs im Swan River. Wer denkt schon in einem Flu� daran,
Delphine zu treffen? Wir leider nicht und so gibt es leider keine Fotos -
aber es war unglaublich beeindruckend, diese Tiere in freier Wildbahn zu
sehen. Und das mit der Skyline von Perth im Hintergrund!
"Rotto", wie die Insel hier auch genannt wird, ist unheimlich sch�n. Zu
dieser Jahreszeit ist sie noch dazu nicht so stark besucht und man kommt
sich schon fast einsam in manchen Ecken vor. Noch dazu ist es auf der
Insel deutlich milder als auf dem Festland und so genossen wir den Tag
sehr.
Ich hatte mich
bei dem Besuch der Insel schon die ganze Zeit auf Quokkas gefreut. Diesen
kleinen Wesen verdankt die Insel ihren Namen - wenn auch aufgrund eines
Fehlers. Denn anfangs wurde diese kleine Wallabie-Art f�r gro�e Ratten
gehalten, die �brigens praktisch nur noch auf dieser Insel leben.
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Quokkas
(und Michl *grins*) |
| Im
Sonnenuntergang ging es dann zur�ck nach Perth. Nochmals trafen wir
f�r wenige Sekunden die Delphine, leider viel zu kurz, um sch�ne
Bilder zu machen - mehr als die Flossen und das noch dazu nicht
sonderlich scharf, war leider nicht zu machen.
Den n�chsten Tag
verbrachten wir �berwiegend im Kings Park, in dem wir meist abseits
von den gr��eren Wegen umherschlenderten. |
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�Tropical Top End�
Am Tag darauf mussten wir schon um 6 Uhr auf zum Flughafen starten. Mit
Quantas ging es weiter nach Darwin. Dort mit einem Shuttle-Bus in die
Stadt. Hm... Darwin erinnerte uns ein wenig an einen Urlaubsort irgendwo
am Meer in Italien. Nach einem gewissen Flair suchten wir allerdings
(zumindest f�r unseren Geschmack) vergebens. Wir guckten uns eine Weile
um, liefen mehr oder weniger am Meer entlang etc. Was uns in Darwin
deutlich besser gefiel, waren die Temperaturen - endlich die Gelegenheit,
um kurze Sachen aus den Rucks�cken zu holen! Zu dieser Jahreszeit ist es
hier nicht ganz so hei� wie sonst und es ist Trockenzeit. Zu anderen
Zeiten h�lt man es hier wohl kaum aus.
Am Tag darauf (Montag, 22.08.) starteten wir eine gef�hrte Tour durch den
Litchfield Nationalpark. Eigentlich sehr schade es zu sagen - aber wir
waren entt�uscht. Wenn man "Tropical Top End" h�rt, erwartet man doch was
anderes als st�ndig die gleiche Landschaft: braune - rote Erde, verd�rrtes
Gras, B�ume und meist war durch (kontrolliertes, gewolltes) Feuer einiges
verbrannt. Au�er ein paar wenigen, vorbeifliegenden Kakadus, ein paar
Spinnen und einigen Flughunden waren eigentlich kaum Tiere zu sehen. Ach
ja, die Termiten d�rfen wir nicht vergessen. Wobei man von denen fast
immer nur die Bauten sieht, denn sie ziehen sich nach innen zur�ck. Drei
Wasserf�lle sahen wir, von denen man an zweien auch baden konnte - keine
Kokodilgefahr. Etwas entt�uscht kamen wir am Abend wieder in Darwin an und
hofften dann auf den n�chsten Tag.
Wieder ging es fr�h los, diesmal f�r eine 3-Tages-Tour. Eigentlich war die
gesamte Tour inkl. Litchfield anders geplant, warum es nun so lief, werden
wir nach unserem Urlaub mal kl�ren (bis dahin hatten wir alles schon von
Deutschland aus geplant - nie wieder!). Vor allem hie� es, es w�re eine
kleine Gruppe. Ob man bei knapp �ber 40 (!) Leuten von einer kleinen
Gruppe sprechen kann, wage ich zu bezweifeln!
Auf ging es in jedem Fall in Richtung Kakadu Nationalpark. Als erstes
machten eine 1 1/2 st�ndige Tour auf dem Adelaide River. Leider auch sehr
touristisch aufgemacht, irgendwie waren aber alle au�er uns trotzdem sehr
begeistert. Vielleicht haben wir auch zu hohe Erwartungen? In jedem Fall
wurden dort ein paar Krokodile f�r die Touristen gef�ttert und so platzte
auch unser Traum von etwas "unber�hrter Natur". Interessant waren die
Tiere dennoch und auch die Adler, die uns in wirklich erstaunlicher Zahl
begleiteten.
Ansonsten verbrachten wir die meiste Zeit des Tages im Bus, die Landschaft
im Prinzip die gleiche wie am Tag zuvor. An einem kleinen Flughafen
hielten wir um zu Essen, ein paar wenige machten einen Rundflug (h�tte
Aufpreis gekostet und nachdem Michl fliegen etwa so gut vertr�gt wie
Touren auf wackeligen Schiffen, kam es nicht in Frage). Ein weiterer Stopp
im Kakadu National Information Center wurde eingelegt, dort konnte man
sich (recht nett aufgemacht) einige Infos holen. Allerdings warteten wir
weiterhin auf "amazing things".
Wirklich gut hatte es uns dann am Ubirr gefallen. Dort gibt es mehrere
Aboriginal-Zeichnungen, aber vor allem der Ausblick vom Ubirr aus war
toll. Ein Sonnenuntergang dort oben mu� genial aussehen, leider bleibt f�r
solche Dinge mit einer gro�en Reisegruppe keine Zeit - ein Grund mehr,
sowas vielleicht lieber alleine zu machen...
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Wandmalereien |
Ausblick
vom Ubirr |
Am folgenden
Tag sahen wir noch den Nouralangie Rock und "Warradjan Aboriginal Cultural
Centre". Die Infozentren sind alle sehr sch�n aufgemacht, wenn man sich
f�r die Sachen interessiert. An dem Tag war die eineinhalbst�ndige
Bootsfahrt auf den Yellow Waters wirklich sehr sch�n. Neben Krokodilen
sahen wir dort auch einige Wasserv�gel. Abends �bernachteten wir in
Katherine. Da das Abendessen an unserer Unterkunft vollkommen �berteuert
war, schlossen wir uns ein paar Australiern & 2 �lteren Amerikanern an und
fuhren gemeinsam zu einem Restaurant. Wir hatten einen sehr lustigen
Abend, der �brigens gleichzeitig unser Jahrestag war ;-)
Der dritte Tag startete mit einer wirklich sch�nen
Katherine-Gorges-Bootstour. Nach einer anschlie�enden l�ngeren Busfahrt
erreichten wir dann die Edith Falls. Da die Zeit dort knapp war und die
Sonne zudem schon langsam verschwand, beschlossen wir nicht zu baden und
liefen daf�r zu zweit ein wenig durch den Busch - leider hatten wir mal
wieder nicht mehr Zeit, man h�tte dort auch eine l�ngere Tour machen
k�nnen. Am Schlu� ging es zur�ck nach Darwin.
Allgemein waren wir entt�uscht vom Kakadu. Aber das liegt eindeutig mehr
an dem Anbieter, mit dem wir die Tour gemacht haben, als am Kakadu selbst.
Wir raten daher jedem, der sowas mal machen m�chte, es entweder bei einem
Anbieter zu buchen, mit dem schon jemand im Bekanntenkreis gute
Erfahrungen machte oder aber vor Ort etwas auszuw�hlen - Angebote gibt es
wirklich genug. Abgesehen davon kann man die Tour im Kakadu zumindest in
dieser Jahreszeit (Trockenzeit) auch recht gut alleine machen, alles ist
gut beschildert! Letzteres h�tten wir wohl bevorzugt.
Auf eigene Faust �ber den Stuart Highway!
Nach dieser Zeit freuten wir uns auf unser eigenes Auto, um nun selbst und
mit eigenem Zeitplan Australien zu erkunden. Unser Auto konnten wir am
27.08. um 10 Uhr abholen (Anbieter war Apollo). Eigentlich h�tten wir
einen Kleinwagen bekommen sollen, wir hatten aber Gl�ck und bekamen etwas
gr��eres (Nissan Pulsar). Wir kauften noch ein und dann ging die Fahrt in
Richtung Katherine los. Ich h�tte nicht mit meinem Freund auf den ersten
Metern tauschen wollen - fremdes Auto (ich bin zuvor auch noch nie
Automatik gefahren), fremdes Land und dann auch noch auf der "falschen
Seite" fahren - aber es klappte alles!
Die
ersten zwei Tage waren im Auto relativ langweilig. Wir fuhren praktisch
durch bis Katherine, um dort zu schlafen. Am n�chsten Tag machten wir
einen Stopp um an Hot Springs in Mataranka zu Fr�hst�cken. Das Wasser dort
ist vollkommen klar, wirklich sch�n. Aber f�r ein Bad war es uns dort zum
einen irgendwie doch etwas unheimlich, vor allem aber zu hei�. Nach dem
Fr�hst�ck fuhren wir recht stur die Strecke weiter. Auch ich fuhr dann mal
ein St�ck und bin f�rchterlich erschrocken, als ich kurz darauf wie aus
dem Nichts einen Schwarm Wellensittiche direkt vor der Scheibe hatte. Zum
Gl�ck wichen sie noch rechtzeitig aus. Nach einem Stopp im Daly Waters Pub
(sehenswert!) ging es dann durch bis Tennant Creek.
Irgendwie
wirken alle St�dte hier total verlassen und unwirklich. Die Landschaft
wechselt von vertrockneten B�umen hin zu vertrockneten B�schen, etwas
Gras, manchmal auch gr�ne Pflanzen, bl�hende B�sche. Meist sehr flach,
selten mal ein "Berg", alle Fl�sse sind um diese Jahreszeit ausgetrocknet.
Die Stra�en f�hren meist total geradeaus und man begegnet manchmal bis zu
20 Minuten lang keinem anderen Auto. Einerseits langweilig, andererseits
faszinierend!
Nach einer Nacht auf einem Campingplatz in Tennant Creek ging es weiter in
Richtung Alice. Auf dem Weg lagen die Devils Marbles. Sie sollen am
sch�nsten im Abendlicht sein. Das war leider nicht machbar, also
versuchten wir so fr�h wie m�glich dort anzukommen. Um ca. 8 Uhr war au�er
uns auch noch kein Mensch da. Die Devils Marbles, die von den Aboriginals
als "Eier der Regenbogenschlange" bezeichnet werden, faszinierten uns
wirklich!
Auf der Fahrt nach Alice Springs sahen wir heute endlich wirklich ein paar
Tiere. Zuvor begegneten wir leider fast nur �berfahrenen :-(. Zwei
K�ngurus sa�en an der Strasse, mehrere Wellensittichschw�rme flogen neben
uns her oder �ber die Stra�e. Ein Emu und ein Dingo war auch noch
unterwegs. Au�erdem Kamele und irgendeine Echse, die sich auf der Stra�e
sonnte.
In Alice Springs g�nnten wir uns nochmal ein etwas besseres Hotel (Crowne
Plaza - lange nicht so teuer, wie sich der Name anh�rt ;-), zumindest
nicht wenn man �ber die Touristeninfo in der Stadt bucht) f�r zwei N�chte.
Am 29.08. sahen wir uns ein wenig in der Stadt um. Au�erdem besuchten wir
den Alice Springs Desert Park, der wirklich sehr sch�n und sehenswert ist!
Lustigerweise trafen wir dort zwei �ltere Herren wieder, die wir im Kakadu
NP kennengelernt hatten.
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Schon am Tag darauf bekamen wir unseren 4WD-Camper. Auf ging es �ber den
Namatjira Drive mit einem kurzen Halt am Ellery Creek Big Hole (ein
Wasserloch - es w�re erlaubt dort zu Baden, allerdings ist das Wasser sehr
kalt) zur Mereenie Loop. �ber nicht befestigte Stra�en geht es in Richtung
Kings Canyon. F�r die Mereenie Loop mu� man sich eine Art "Passierschein"
holen, der aber sehr g�nstig ist.
Uns hat die Strecke sehr gut gefallen. Man wird zwar ordentlich
durchgesch�ttelt, daf�r ist die Landschaft teilweise wirklich sehr toll
und wir sahen Brumbies (australische Wildpferde), wilde Esel und in der
Ferne auch Kamele, die dort ebenfalls herumwandern. Und auch Dingos
begegneten uns, wirklich sch�ne Tiere. Zudem einige Wellensittichschw�rme,
vor allem am Abend sammelten sie sich dann in den B�umen. Zwei Australier
erz�hlten uns, dass es erst 6 Wochen zuvor kurz geregnet hatte, was
erkl�rte, warum in manchen Ecken wirklich viel bl�hte.
Nach
einer etwas gew�hnungsbed�rftigen Nacht im Camper (es wird wirklich ganz
sch�n kalt hier in der Nacht...) starteten wir zum Kings Canyon. Zwei Wege
werden beschrieben. Einer soll etwa eine Stunde dauern und geht durch den
Kings Creek, der andere soll 3 1/2-4 Stunden brauchen und laut mancher
Beschreibung soll er recht heftig sein. Irgendwie trauten wir uns also die
gro�e Runde nicht so recht und liefen erstmal in den Kings Creek. Nach ca.
25 Minuten waren wir wieder drau�en und da das ja wohl nicht alles vom
Kings Canyon gewesen sein konnte, machten wir uns dann an die gro�e Runde
- und sie war wirklich toll!
Wir brauchten etwa 3 Stunden. Die Felsen sind bizarr, die Vegetation
faszinierend und man trifft zum Gl�ck nur wenige Leute dort oben. Abends
genossen wir noch den Sonnenuntergang mit Ausblick auf den Kings Canyon.
Und ratet mal, wen wir dort wieder getroffen haben? Richtig, die zwei
�lteren Herren, die wir im Kakadu trafen und im Desert Park nochmal sahen.
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Es
folgte wieder eine recht k�hle Nacht und gegen halb 9 brachen wir dann in
Richtung Uluru auf. Unterwegs trafen wir eine kleine Herde
Wildpferde, ansonsten war die Strecke recht langweilig, hatte nicht viel
zu bieten. Wir suchten uns vor Ort unseren Campingplatz, um dann gleich
weiter zum Uluru zu fahren.
Ich war erstaunt, wie viele doch noch auf den Uluru klettern. �berall
stehen die Bitten, man solle doch davon Abstand nehmen. Den Uluru dennoch
zu besteigen, zeigt schon recht geringen Respekt den Aboriginals
gegen�ber. Wir machten uns auf eine Tour rund um den Ayers Rock, 10 km und
recht angenehm zu laufen.
Als wir von dort starteten, wich Michl gerade noch rechtzeitig einer Echse
aus, die auf der Stra�e lag. Da ich mir recht sicher war, dass es keine
"normale" Echse war, drehten wir nochmal um - und tats�chlich, es war ein
Dornteufel! Wir versuchten ihn dazu zu bringen, selbst von der Stra�e zu
gehen. Ziemlich stures Tier! Also brachten wir ihn irgendwie dazu, in
meinen Hut zu klettern und ich brachte ihn in Sicherheit. Sehr
faszinierendes Tier!
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Uluru
mit Sch�fchenwolken |
Dornteufel |
Der
Sonnenuntergang am Uluru war leider ein wenig entt�uschend. Schon den
ganzen Tag war es etwas bew�lkt und w�hrend die Sonne langsam verschwand,
lag der Ayers Rock die ganze Zeit im Schatten.
Den n�chsten Tag verbrachten wir bei den Olgas (Kata Tjuta, Bild rechts).
Wir hatten uns den "Valley of the Winds"-Walk vorgenommen. Schon auf dem
Weg zum ersten Lookout merkten wir, dass er etwas anspruchsvoller ist.
Viel loses Ger�ll, wenig Schatten. Am Ende waren wir froh, wieder am
Parkplatz angekommen zu sein. Der Weg ist sehr sch�n, bei hei�en Tagen wie
diesem aber doch anstrengend und vor allem braucht man gutes Schuhwerk! So
- und jetzt ratet mal, wen wir am Parkplatz nochmals trafen? Wieder die
beiden �lteren Herren! Das sollte das letzte Mal sein, denn von dort aus
flogen sie dann zur�ck nach Sydney.
Da der
Sonnenuntergang am Uluru wieder durch die Wolken verdeckt wurde, standen wir am
n�chsten Tag fr�h auf und machten da - wie viele andere Touristen... -
noch ein paar Fotos, bevor es weiter ging. Eigentlich wollten wir eine
unbefestigte Strasse Richtung Finke Gorge fahren, doch leider war diese
von einer Richtung her wegen schlechten Bedingungen gesperrt. So viele
M�glichkeiten hatten wir nun nicht, also ging es
nochmal
zur�ck zum Kings Canyon.
Nach einem lustigen Abend mit zwei Holl�ndern, die bereits vor 40 Jahren
zu ihrem "Honeymoon" nach Australien auswanderten, starteten wir zur�ck
�ber die Mereenie Loop. Kamele, ein Dingo, viele Wildpferde und auch
wieder Esel waren dort am fr�hen Morgen unterwegs. Kurz vor Hermansburg
bogen wir ab in Richtung Palm Valley. Diese Strasse ist wirklich nur noch
mit 4WD zu schaffen und mit unserem Camper war es echt manchmal sehr
wackelig. Aber es machte Spa�, wenn wir auch aus Zeitgr�nden nicht ganz
bis ans Ziel kamen. Wir mu�ten bis 16 Uhr unseren Camper wieder gegen ein
normales Auto tauschen.
Die
Nacht verbrachten wir in der "Heavitree Gap Outback Lodge Alice Springs".
Besonders angetan hatten es mir hier die Black Footed Rock Wallabies, die
direkt neben unserem Zimmer auf einem Berg herumh�pften und sich sogar
Futter abholten! Daf�r gab es extra Pellets zu kaufen. Wie uns gesagt
wurde, darf sowas auch nur mit einer Genehmigung �berhaupt gemacht werden.
Die Fahrt nach Coober Pedy war am n�chsten Tag (05.09.) relativ
langweilig. Es ging stur den Stuart Higway weiter, ohne etwas besonderes
unterwegs gesehen zu haben. Rund um Coober Pedy verwandelt sich die
Landschaft in eine gro�e Fl�che mit kleinen H�geln, die durch die Suche
nach Opalen entstehen. Coober Pedy gleicht einer Geisterstadt, ich fand es
eher abschreckend als faszinierend dort. Wir fuhren eine Weile umher und
entdeckten dann irgendwo ein Schild zum "Coober Pedy Wildlife Park" und
beschlossen, uns das mal anzuschauen.
Wir waren kurz davor, wieder umzudrehen, denn es sah dort genauso
verlassen aus, wie �berall anders auch. Direkt dort stand ein Schild, dass
der Park noch im Aufbau ist und die meisten Tiere dort aufgenommen wurden,
weil sie verletzt dort abgegeben wurden. Jetzt waren wir doch neugierig -
und wurden nicht entt�uscht.
Zwar gibt es dort neben 2 Pferden, derzeit einem Schaf und einigen Echsen
und V�geln nur K�ngurus, doch genau diese waren es, die uns begeisterten.
Das ganze dort (derzeit noch
kein Eintrittsgeld, wir lie�en aber eine Spende da) wird privat finanziert
und wir wurden dort von der Inhaberin herumgef�hrt. Und wir durften zu
ihren 18 K�ngurus! Fast alle kamen wohl zu ihr, weil die Muttertiere durch
Autounf�lle verletzt bzw. get�tet wurden und ihre Jungtiere daher in dem
Park aufgezogen wurden. Die K�ngurus (die meisten zwischen 1-5 Jahre alt)
genossen es, sich von uns kraulen zu lassen und manche von ihnen
schleckten uns ganz z�rtlich die Arme ab, knabberten an den Haaren auf den
Armen, einer immer wieder an Michls Schuh. Sie waren richtig verspielt,
neugierig und hielten uns sogar fest! Ganz sicher ein unvergessliches
Erlebnis!
Schon am n�chsten Tag ging es weiter bis Port Augusta und von dort aus in
die Flinders Ranges. Dort taucht man pl�tzlich in eine ganz andere Welt
ein. �berall Schafe, alles ziemlich gr�n, B�ume, bl�hende Str�ucher etc.
Wir verbrachten einen tollen Tag dort, auch wenn es recht regnerisch war.
Dabei sahen wir zig K�ngurus und auch viele Emus.
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Weiter ging es recht gem�tlich nach Adelaide. Nach einem etwas nervigen
Abend dort (wir hatten Probleme wegen unserem Mietwagen und einer
Erlaubnis auf Kangaroo Island zu fahren) mussten wir leider eine sp�tere
F�hre nehmen. So hatten wir am n�chsten Tag noch Zeit fuer den Cleland
Wildlife Park, der recht sch�n gelegen ist. Von dort aus fuhren wir dann
direkt zur F�hre, die uns am Abend nach Kangaroo Island brachte.
Gerade angekommen, standen Warnschilder wegen Pinguinen auf der Strasse
herum. Genau in dem Moment, als Michl meinte "Ach, hierher an die Strasse
kommen die doch nicht, schon gar nicht bei dem Wetter!" (es sch�ttete),
entdeckte ich die ersten zwei am Stra�enrand. Irgendwie traut man seinen
Augen kaum, wenn man die winzigen Kerlchen dort stehen sieht. Sehr s��!
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Allgemein hatten wir auf Kangaroo Island leider nicht so gutes Wetter.
Aber wir machten uns dennoch eine sch�ne Zeit dort. Am Seal Bay kann man
eine F�hrung zu den Seehunden machen. Es wird dort sehr darauf geachtet,
dass die Touristen den Tieren nicht zu nahe kommen. �New Zealand Fur
Seals� kann man zudem auch noch weiter unten im Flinders Chase NP am
Admirals Arch sehen. Diese Seals sind deutlich aktiver und es macht Spa�,
sie zu beobachten! Zudem gibt es auf der Insel Koalas, auf einem "Koala-Walk"
entdeckten wir einige "wilde" Koalas in den B�umen. Ein weiteres Mu� auf
Kangaroo Island ist sind die Remarkable Rocks, bizarre Felsen am Meer.
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Am Seal
Bay |
Am Koala-Walk.... |
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...Koala
walkt ;-) |
Admirals
Arch |
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New Zealands Fur Seals |
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Remarkable Rocks |
Die dritte und
letzte Nacht auf Kangaroo Island verbrachten wir in der Flinders Chase
Farm. Wir waren dort in dieser Nacht die einzigen G�ste und es war ein
wenig abenteuerlich. Das Bad ist au�erhalb des Zimmers gelegen. Zwar
blickdicht, aber ebenso kalt wie ganz drau�en - und
das
war mit 8 �C wirklich kalt! Daf�r lebt man aber wirklich auf einer Farm
dort.
Schon als wir ankamen entdeckten wir ein wirklich gro�es m�nnliches
K�nguru auf dem Gel�nde. Die Besitzerin erz�hlte, dass er und ein paar
andere sich dort wohlf�hlen, jedoch wilde K�ngurus sind und man auch nicht
zu nah ran sollte. Doch was macht man,
wenn das K�nguru genau auf dem Weg zwischen dem Zimmer und dem Auto sitzt?
Genau das passierte uns, als wir Abends zum Platypus (=Schnabeltier) Walk
starten wollten. Wir warteten kurz, doch er fra� unbeeindruckt weiter.
Dann schloss Michl aus der Ferne das Auto auf. Das K�nguru guckte, stellte sich auf
seine Hinterbeine und war so noch beeindruckender und gr��er. Er starrte
ein wenig das Auto an, kaute, guckte sich weiter um - und h�pfte dann ein
paar Meter weiter. Vorsichtig schlichen wir nun vorbei, denn bei diesem
Riesen hatten wir wirklich Respekt.
Auf
unserem Weg zum Walk stoppten uns zwei weitere K�ngurus. Diese hatten sich
wohl auf Touristen spezialisiert, denn sie hatten uns richtig �berfallen,
steckten den Kopf ins Autofenster und bettelten. Michl hatte dabei am
meisten Angst um den Autolack, denn die Krallen sind ganz sch�n scharf!
Nachdem sie uns irgendwann vorbei gelassen hatten, machten wir den
Platypus Walk leider ohne welche zu entdecken - weit und breit waren keine Schnabeltiere
zu sehen, was aber wohl auch recht viel Gl�ck gewesen w�re. Unheimlich war
es dann, denn den letzten Teil des Weges legten wir im Dunkeln zur�ck...
Am n�chsten Tag guckten wir uns noch einen Wildlife Park an. Allerdings
waren wir bei manchen Tieren von der Haltung nicht gerade �berzeugt, die
Gehege waren bei einigen Tierarten eindeutig zu klein. Viel Spa� hatten
wir dort mit ein paar K�ngurus und wir verliebten uns beide in ein ganz
bestimmtes.
Die anderen mochten es wohl nicht sehr, es wurde st�ndig verscheucht und
ihm fehlte auch ein Teil des Schwanzes. Doch es genoss es, von uns gekrault
zu werden, schmuste wirklich lange mit uns, legte den Kopf vertrauensvoll
in die H�nde und schlief dabei fast ein. Ich konnte mich kaum trennen!
Zwei andere hatten nur Unsinn im Kopf und man musste st�ndig aufpassen, da
sie schubsten und einen auch festhielten!
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Mit einem
Besuch der Little Sahara ging unser Kangaroo Island-Erlebnis dann leider
zu Ende, wir mussten zur F�hre und zur�ck zum Festland.
Nach
einer Nacht in Adelaide ging es auch schon weiter nach Melbourne. Wir
�bernachteten Unterwegs zuerst in Portland. Von dort aus machten wir am
n�chsten Tag noch einen Ausflug zu einem "versteinerten Wald" am Strand
und zudem besuchten wir zu Fu� eine Seal-Kolonie am Cape Bridgewater. Weit
oben von den Felsen kann man sie so beobachten, vorausgesetzt man nimmt
einen insgesamt ca. 2 - 2 1/2 st�ndigen Weg auf sich. Wer seetauglich ist
(Michl ist es nicht... ;-) k�nnte auch mit einem kleinen Boot n�her ran.
Weiter ging es �ber die Great Ocean Road in Richtung Melbourne. Abends
kamen wir an den Twelve Aposteln an - faszinierend, aber es war sooo kalt
dort!
Wir
�bernachteten unterwegs nochmals in Lavers Hill und als wir morgens
starteten, hagelte es... Die Strasse f�hrt durch den Otway National Park,
in dem wir eine Tour durch den Regenwald machten.
Nach Apollo Bay wird die Great Ocean Road ihrem Namen gerecht, denn dann
geht es bis Anglesea wirklich am Meer entlang. Unterwegs fanden wir
zuf�llig noch "Jirrahlinga - Koala & Wildlife Sanctuary" und da es gerade
mal nicht regnete, guckten wir rein. Wir sahen dort das erste mal richtig
aktive Wombats!
Melbourne war uns eindeutig zu viel - nach so langer Zeit viel Ruhe, wenig
Verkehr etc., schockt es richtig, wenn man in eine fremde, gro�e und
vergleichsweise hektische Stadt kommt. Wir waren froh, abends ein Hotel
etwas au�erhalb gefunden zu haben. Und so verbrachten wir die Zeit in
Melbourne noch an ruhigeren Orten wie im Healsville Sanctuary und im Zoo
von Melbourne, der wirklich sehr sch�n ist!
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Ein
wacher Wombat! |
Emu-Portrait |
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Nach f�nf
Wochen war dann am 18.09. das Heimweh doch recht gro� und wir freuten uns,
wieder nach Hause zu fliegen. F�nf tolle Wochen liegen hinter uns... und
w�hrend man im Flieger sitzt, redet man schon dar�ber, was man beim
n�chsten Besuch in Down Under noch alles sehen m�chte ;-)

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